Der Zwist zwischen Amazon und der Social-Media-Plattform Parler ist offensichtlich noch nicht vorbei und nun neu entbrannt.

 

Rechtsstreit: Fäuste, die aufeinander prallen
Natasa Adzic / Shutterstock.com

Die umstrittene Social-Media-Plattform Parler hat es offenbar nicht überwunden, dass die jüngste Klage gegen Amazon (und die damit einhergehende einstweilige Verfügung) vor wenigen Wochen gescheitert war.

Anfang Januar hatte Amazon Parler vorgeworfen, wiederholt gegen die Bestimmungen seines Hoster-Dienstes AWS verstoßen zu haben. Konkret soll Parler rechte Hetze auf seiner Plattform toleriert und auch auf entsprechende Hinweise hin nicht eingegriffen haben. Somit trage Parler eine Mitverantwortung bei der Erstürmung des Capitols in Washington, weshalb  Amazon das Portal als Hoster aufgrund von Vertragsbruch schließlich offline genommen hatte. Dagegen war Parler juristisch vorgegangen – allerdings erfolglos

Nun hat Parler erneut eine Klage gegen Amazon eingereicht und wirft dem Konzern in diesem Rahmen vor, die Redefreiheit eingeschränkt zu haben.

Amazon mahnt erneut Hetze bei Parler an

Wie das Branchenportal Heise Online berichtet, wird Amazon nun unter anderem vorgeworfen, Parlers Ziele vereiteln zu wollen, eine „Plattform für konservative Stimmen inklusive Donald Trump“ stellen zu wollen. Das Unternehmen verwies dabei explizit auf die Redefreiheit, auf der die hauseigene Plattform basiere. Heißt also, dass die von Amazon kritisierten Aussagen mancher Nutzer nach Meinung von Parler von der Redefreiheit abgedeckt seien.

Amazon habe sich bereits zu den Vorwürfen der Klage geäußert und seinerseits erneut auf das vermeintliche Fehlverhalten von Parler in der Vergangenheit hingewiesen, indem es nicht gegen die Verbreitung von Falschinformationen, Gewaltaufrufen und Hetze in seinem Social-Media-Portal vorgegangen sei.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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