In den USA sollte Amazon Ziel eines Anschlags werden. Durch einen Tipp konnte das FBI den Angriff vereiteln.

Logo des US-Konzerns Amazon
Tada Images / Shutterstock.com

Das FBI hat in den USA einen Anschlag auf Amazon vereitelt. Ein 28-jähriger Mann aus Texas wollte ein Rechenzentrum des Konzerns in Ashburn im US-Bundesstaat Virginia in die Luft sprengen. Am 8. April konnte der Verdächtige gefasst werden, als er versuchte, den dafür benötigten Sprengstoff zu kaufen, berichtet das Fachportal Golem mit Verweis auf Aussagen des US-Justizministeriums. 

Bei dem Sprengstoff-Verkäufer handelte es sich demnach allerdings um einen verdeckten Ermittler der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI. Dieser vermeintliche Sprengstofflieferant wurde zuvor durch eine vertrauliche Quelle mit dem Verdächtigen bekannt gemacht.

Verdächtiger hatte zuvor online mit Anschlagsplänen geprahlt

Der geplante Anschlag konnte durch einen Tipp verhindert werden, den die Behörden zuvor erhalten hatten: „Wir sind dem besorgten Bürger zu Dank verpflichtet, der die alarmierende Online-Rhetorik des Angeklagten gemeldet hat. Indem er das FBI auf die Beiträge aufmerksam machte, hat diese Person möglicherweise das Leben einer Reihe von Technikern gerettet“, wird der zuständige Staatsanwalt Prerak Shah zitiert.

Konkret geht es dabei um Aussagen, die der Verdächtige im Vorfeld über verschiedene Online-Kanäle getätigt hatte: In einem einschlägigen Forum soll er etwa geschrieben haben, „ein kleines Experiment“ zu planen, das „gefährlich“ sei und dessen Ergebnis der Tod sein solle. Über sein Facebook-Konto, auf welches das FBI nach Hinweisen Zugriff erlangte, habe sich der Mann zudem damit gerühmt, beim gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol Anfang Januar dabei gewesen zu sein.

Darüber hinaus habe er den für seine verschlüsselte Kommunikation bekannten Messenger-Dienst Signal genutzt und angekündigt, ein Rechenzentrum von Amazon Web Services mithilfe von C4-Sprengstoff anzugreifen. 

Verdächtigem drohen 20 Jahre Haft

Ziel des Verdächtigen sei es demnach gewesen, „70 Prozent des Internets zu töten“. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden ging der Mann davon aus, dass über die AWS-Server auch Dienste von US-Behörden wie dem FBI oder der CIA betrieben würden. „Mit seinem Anschlag wollte er ‚die Oligarchie‘ stürzen, welche seiner Auffassung nach die USA regierten“, berichtet Golem weiter.

Sollte es im Rahmen des Prozesses zu einer Verurteilung kommen, drohen dem Verdächtigen 20 Jahre Haft.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Captcha aktualisieren