Amazon One – ein System, bei dem Kunden mit ihrer gescannten Hand zahlen können – kommt jetzt auch in Amazons Whole-Food-Läden.

Amazon One: Bezahlen per Handfläche
© Amazon

Für Kunden soll das Bezahlen im Laden mit Amazon One so einfach wie möglich sein: Handfläche über einen Scanner halten, Geste machen, fertig. Amazon hatte das revolutionäre Prinzip im Herbst 2020 gestartet und bereits in seinen Hightech-Läden Go und anderen Stores etabliert. Jetzt sollen auch Kunden von Amazons Biomarktkette Whole Foods mit ihrer Hand zahlen können, wie cnbc berichtet.

Amazon One startet in Whole-Foods-Filiale in Seattle

Amazon One startet zunächst in einer Whole-Foods-Filiale in der Nähe der Unternehmenszentrale in Seattle, weitere sieben sollen folgen. Außerdem plant Amazon auch, die Bezahl-Technologie an weitere Unternehmen, Einzelhändler, Sportstadien und Bürogebäude zu verkaufen. Man sei in aktiven Gesprächen mit mehreren potenziellen Kunden, heißt es im Amazon-Blogbeitrag dazu. Bezahlen per Hand können Kunden auch schon in Seattle in einigen Filialen von Amazon Go Grocery, Amazon Books, Amazon 4-star und Amazon Pop Up. 

Wie funktioniert Amazon One?

Das Grundprinzip des innovativen Systems: Vor der ersten Nutzung muss der Kunde einmalig seine Kreditkarte registrieren und mit seinem Handabdruck verknüpfen. Danach kann er am Ausgang mit seiner Handflächensignatur bezahlen. Das System scannt und erkennt mittels Sensoren individuelle Details wie Knochen, Linien, Rillen und Venenmuster in der Hand des Käufers. Das Bild wird dann mit einem Original des Hand-Scans in einer Datenbank abgeglichen. Es gebe bereits Tausende Nutzer in den Amazon-Go-Filialen, das Feedback sei großartig, so Amazon.

Datenschutzexperten haben jedoch bereits auf mögliche Gefahren und Risiken bei derartigen biometrischen Verfahren hingewiesen. Der deutsche Sicherheitsforscher Jan Krissler warnt etwa davor, dass sich Systeme zur Identifizierung eines Venenmusters leicht umgehen lassen. 

Wie sicher ist das Bezahlen mit der Hand? 

Dilip Kumar, Vizepräsident der Sparte Physical Retail & Technology erklärt dazu: „Wir haben Amazon One so konzipiert, dass es äußerst sicher ist. Zum Beispiel ist das Amazon-One-Gerät durch mehrere Sicherheitskontrollen geschützt, und Bilder von Handflächen werden niemals auf dem Amazon-One-Gerät gespeichert. Vielmehr werden die Bilder verschlüsselt und an einen hochsicheren Bereich gesendet, den wir speziell für Amazon One in der Cloud eingerichtet haben, wo wir Ihre Handsignatur erstellen.“ Außerdem verspricht das Unternehmen, dass Kunden ihre biometrischen Daten löschen lassen können, wenn sie Amazon One nicht mehr nutzen wollen. 

/ Geschrieben von Markus Gärtner