Amazon erhöht die Löhne, dafür spart der Chef aber jede Menge Steuern und fliegt hoch hinaus – noch mehr Gegensätze in unserem Amazon-Monatsrückblick Juni 2021.

Juni
Luchelle / Shutterstock.com

Logistik: Mehr Lohn und hohe Fluktuation bei Amazon

In Amazons Logistiklagern geht es schnell zu – allerdings auch beim Wechsel der Mitarbeiter. Die Fluktuationsrate soll in den USA 150 Prozent betragen. In Deutschland will das Unternehmen die Angestellten jetzt länger bei der Stange halten und daher die Löhne erhöhen. Wie die deutschen Städte, in denen Amazon einen Standort hat, den Online-Riesen sehen und wie wertvoll das Unternehmen als Steuerzahler und Arbeitgeber ist, haben wir in einer exklusiven Umfrage herausgefunden. 

Unternehmen: Drogen, Unfälle, Kritik und Filmgeschäft

In Sachen Drogen wird Amazon bei den eigenen Mitarbeitern etwas gelassener und setzt sich für die Legalisierung von Cannabis ein. Änderungen gab es auch beim berüchtigten Zeit-Erfassungssystem bei Amazon: Zuvor hatte es Kritik wegen zu vieler Arbeitsunfälle gegeben. Ebenfalls in der Kritik stand der neue Service, bei dem die Amazon-Boten auch gleich die gelieferten Möbel aufbauen sollen. Und auch die EU hatte was zu meckern und beschwerte sich über Amazons Abwesenheit bei einer Anhörung. Wenig zu meckern gibt es dafür bei Amazons Film- und Seriengeschäft: Wir haben Amazon Studios und dessen Erfolge mal unter die Lupe genommen.

Jeff Bezos: Feinschmecker, Steuersparer und Überflieger

Jeff Bezos kann sich’s leisten und jettet beim Blue-Origin-Flug mit seinem Bruder ins All. Ist ja seine Raumfahrt-Firma, in die er viel Geld steckt – das er unter anderem bei den Steuern spart, denn der Überflieger zahlt in den USA zeitweise gar keine, oder im Schnitt unter einem Prozent. Da ist es nicht verwunderlich, wenn manche Nicht-Amazon-Fans quasi übersteuern: In einer Petition wollen sie, dass Jeff Bezos das Gemälde der Mona Lisa kauft und isst – weil er’s kann.

Kurios: Paket-Prügelei und mysteriöse Lieferungen

Pakete können Freud und Leid verursachen. In den USA prügelte eine Amazon-Botin auf eine wartende Empfängerin ein. Gar nicht erwartet bzw. bestellt hatte hingegen eine Familie Hunderte Pakete, die von einem Unbekannten gesendet wurden.

/ Geschrieben von Markus Gärtner




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