Die gemeinsame Kreditkarte von Amazon und der Landesbank Berlin wird es ab 2023 nicht mehr geben. 

Visa-Karte mit Fingern
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Wer die gemeinsame Kreditkarte von Amazon und der Landesbank Berlin(LBB) nutzt, erhält unter anderem eine Startgutschrift und Bonuspunkte bei Amazon. Rund eine Million Nutzer soll die Amazon-LBB-Kreditkarte haben. Die beiden Unternehmen wollen die Kooperation nun aber beenden, berichtet das Portal financefwd.com.

Amazon-LBB-Kreditkarte läuft 2023 aus

Die LBB beendet das Projekt der sogenannten Co-Branding-Kreditkarten zum 31. Dezember 2022. Danach soll es nur noch „nachlaufende Arbeiten“ geben, heißt wohl: Die mögliche Übertragung der bisherigen Kartennutzer auf einen neuen Anbieter bzw. Dienstleister.

Über die genauen Gründe zum Ende gibt es jedoch bisher keine näheren Informationen. Beide Unternehmen wollten auf Anfrage von Amazon Watchblog dazu keine Stellung nehmen. Die Landesbank Berlin will ihren gesamten Geschäftsbereich gemeinsamer Kreditkarten, zu dem auch eine ADAC-Karte gehört, Ende März 2023 stoppen. Der ADAC hatte sein Kreditkarten-Angebot bei der LBB gekündigt. 

Im vergangenen Jahr hatte es bei einer technischen Umstellung der Amazon-Kreditkarte massive Probleme bei der LBB gegeben, daraufhin beschwerten sich zig Nutzer in den Kommentaren des Beitrags über die Bank. Ob auch diese Schwierigkeiten eine Rolle bei dem Ende der Partnerschaft spielen, ist ebenfalls unklar. In Amazons Produktrezension erhält die Karte immerhin 4,3 von 5 Sternen. 

Neue Amazon-Kreditkarte mit anderer Bank?

Andere Banken dürften jetzt auf das weiterführende Geschäft mit Amazon-Kreditkarten ein Auge werfen, genannt werden unter anderem die DKB, die Commerzbank und die deutsche Barclay. Allerdings dürfte Amazon die Bedingungen bzw. Margen eines möglichen Deals diktieren. Schon 2019 hieß es im damaligen Geschäftsbericht der LBB: „Der Rückgang ist insbesondere auf neue vertragliche Vereinbarungen im Co-Branding mit Kreditkarten zurückzuführen. Durch den teilweisen Verzicht auf Jahreskartengebühren und eine höhere Umsatzbonifizierung für bestimmte Kundengruppen sowie das gleichzeitig stärkere Wachstum dieses Portfolios ist der Überschuss gesunken.“

/ Geschrieben von Markus Gärtner