Amazons Gaming- und Unterhaltungsplattform Twitch wurde Opfer eines massiven Sicherheitslecks.

Logo der Video-Plattform Twitch auf einem Smartphne
salarko / Shutterstock.com

Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie hoch die Einnahme berühmter Gamer und Online-Sternchen wie MontanaBlack oder Knossi sind, der erhält nun Einblicke. Denn das Online-Portal Twitch, das Amazon vor einigen Jahren übernommen hat, kämpft derzeit mit einem massiven Sicherheitsleck. Dieses Leck soll in seiner Summe Daten in Höhe von 135 Gigabyte umfassen und dabei etwa die Einnahmen der Twitch-Akteure – sogenannter Creators – seit August 2019 offenlegen.

Twitch-Akteure als moderne Unterhaltungskünstler

Viele dieser Creators verdienen ihr Geld, indem sie mit ihren Zuschauern in den eigenen Sendungen erzählen, interagieren und/oder ihre eigenen Talente den Zuschauern live präsentieren. Neben dem Hauptthema Gaming, bei dem die Twitch-Akteure ihre Videospiele streamen und somit live an die Zuschauer übertragen, gibt es beispielsweise auch Koch-Shows, sport-fokussierte Übertragungen, Ratespielen oder einfache Meinungs- und Erzählformate.

Dass solche Geschäftsmodelle im besten Fall auch richtig Geld bringen können, soll nun das Sicherheitsleck offenbaren: Glaubt man den Daten des Leaks, hätten die Auszahlungen der beiden genannten Twitch-Größen Knossi und MontanaBlack seit August 2019 bei je mehr als zwei Millionen US-Dollar gelegen.

Neben der Veröffentlichung der Twitch-Auszahlungen, was quasi der Offenlegung von Betriebsgeheimnissen gleichkommt, enthalte der Datenleak außerdem auch den gesamten Quellcode von Twitch.tv.

Branchenplayer bestätigen Echtheit veröffentlichter Daten 

„Das Leak sei als gezielte Störung zu verstehen und als Versuch, den Wettbewerb im Streamingmarkt zu fördern“, berichtet Spiegel Online. Twitch selbst habe am Mittwochabend „einen Vorfall“ bestätigt, sich darüber hinaus allerdings nicht detailliert zur aktuellen Situation geäußert. „Unsere Teams arbeiten mit Hochdruck daran, dessen Ausmaß zu verstehen. Wir werden die Community auf dem Laufenden halten, sobald neue Informationen vorliegen“, wird das Unternehmen zitiert.

Unterdessen hätten mehrere Branchenplayer, etwa das Tech-Portal Heise Online, die Echtheit jener Daten bestätigt, die im Rahmen des Datenleaks über den eigenen Twitch-Kanal veröffentlicht wurden.

/ Geschrieben von Tina Plewinski




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