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Dass Datensicherheit im Internet oft ein Fremdwort darstellt, ist längst kein Geheimnis mehr. Nichtsdestotrotz scheint der Umfang der Überwachung in manchen Fällen immer noch unterschätzt zu werden. So wirft wohl auch Amazon einen genauen Blick auf die Aktivitäten seiner Kunden innerhalb von sozialen Medien, um so eine bessere Kontrolle über die Freigabe einer Kundenbewertung zu haben.

Kundenbewertung

© Coloures-pic - Fotolia.com

Eine Kundenbewertung bildet oft die Basis für eine Kaufentscheidung im Internet. Wurde ein gewünschtes Produkt beispielsweise größtenteils positiv bewertet, erleichtert und beschleunigt das den Kaufprozess ungemein. Dabei werden nicht nur simple Bewertungen betrachtet, sondern größtenteils auch Reviews mit einbezogen, die die Beurteilung mehr oder weniger argumentativ unterstützen. Auch beim Online-Händler Amazon sieht das nicht anders aus.

Amazon blockiert Kundenbewertung

Wie nun der Guardian berichtet, wird dabei jedoch bei einer Kundenbewertung in einem größeren Umfang eingegriffen, als dies bisher bekannt war. Die amerikanische Autorin Imy Santiago berichtet in einem ihrer Blog-Posts, dass sie vor einigen Wochen nach der Lektüre eines Buches eines anderen Autoren versucht habe, eine Kundenbewertung zu schreiben. Daraufhin habe sie eine E-Mail von Amazon erhalten. Dort hieß es, dass sie nicht dazu befugt sei, irgendetwas zu dem Autor zu verfassen, da sie ihn persönlich kenne.

Tatsächlich enthalten die deutschen Richtlinien für das Verfassen einer Kundenbewertung keinen Passus bezüglich des Beziehungsgefüges zwischen Autor und Rezensent. Bei den amerikanischen und britischen Richtlinien sieht das dagegen anders aus. Dort heißt es: "Um die Integrität der Kundenbewertungen zu wahren, ist es Künstlern, Autoren, Entwicklern, Herstellern, Verlegern, Verkäufern oder Lieferanten nicht erlaubt, Kundenbewertungen für ihre eigenen Produkte oder Dienste zu schreiben, negative Kundenbewertungen bei konkurrienden Produkten oder Diensten zu hinterlassen oder für die Nützlichkeit von Kundenbewertungen abzustimmen. Aus dem gleichen Grund ist es Familienmitgliedern oder engen Freunden der Person, Gruppe oder der Firma auf Amazon nicht gestattet, Kundenbewertungen für die jeweiligen Artikel zu schreiben."

Amazon äußert sich nicht

Problematisch an dieser Gelegenheit ist die Grundlage für die Beurteilung, wer als „enger Freund“ bezeichnet werden kann. In diesem konkreten Fall kannte Santiago den Autor des Buches nicht persönlich – hatte aber Kontakt über soziale Medien mit ihm. So kommt zwangsläufig der Verdacht auf, dass Amazon das Online-Verhalten seiner Kunden in einem noch unbekannten Umfang überwacht. Auf Nachfrage Santiagos wies Amazon darauf hin, sich nicht zum Zustandekommen der Blockierung einer Kundenbewertung äußern zu können.

Die Anschuldigungen einer Überwachung seiner Kunden wiegen schwer, weswegen weitere Vorkommnisse dieser Art zukünftig wohl genauestens betrachtet werden. Sollte sich der Verdacht erhärten, dass der Online-Riese seine Kunden ungefragt im großen Umfang beobachtet, ist ein erheblicher Imageschaden nicht auszuschließen – zumal dies nicht die ersten Vorwürfe darstellen, die sich grob mit dem Thema Überwachung befassen und bereits eine Petition aufgrund dieses Vorfalls gegen die Richtlinien der Erstellung einer Kundenbewertung gestartet wurde.

/ Geschrieben von Christian Laude





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