Amazon konnte viele Mitarbeiter mit seiner neuen Gehaltsstruktur nicht überzeugen. Droht nun eine Kündigungswelle?

Amazon-Mitarbeiterin
Frederic Legrand - COMEO / Shutterstock.com

Amazon hat seine Gehaltsstrukturen in den USA umfassend überarbeitet. Unter anderem hat das Unternehmen die maximale Grundvergütung verdoppelt und Gehälter erhöht, um für Bewerber attraktiver zu werden und Mitarbeiter zu halten. Doch einem Bericht von Business Insider zufolge, zeigen sich die Amazon-Mitarbeiter wenig begeistert von den Maßnahmen.

Die Inflation belastet die Löhne enorm

„Viele Mitarbeiter glauben jedoch, dass die daraus resultierenden Gehaltserhöhungen nicht ausreichten, um das Unternehmen vor einer Kündigungswelle zu bewahren“, schreibt das Magazin zu den Reaktionen auf die neue Gehaltsstruktur. Einige Mitarbeiter sollen sich demnach „enttäuscht“ zeigen, da die Gehaltserhöhungen in Anbetracht der starken Inflation keine großen Auswirkungen auf den Nettolohn hätten. 

Unter anderem habe Business Insider mit einem Mitarbeiter gesprochen, dessen Lohn um elf Prozent erhöht worden sei. Das sei aber nicht ausreichend, ihn ans Unternehmen zu binden – er befinde sich bereits auf Jobsuche. „Es lohnt sich einfach nicht mehr, hier zu bleiben“, zitiert das Magazin den Mitarbeiter. Die Gehaltserhöhung sei zum Großteil durch eingeschränkte Aktienpakete durchgeführt worden, die erst in zwei Jahren ausgegeben werden können.

Gehaltsanpassungen im Februar angekündigt

Amazon hatte die Erhöhung des maximalen Grundgehalts von 160.000 auf 350.000 Dollar im Februar angekündigt. Zuvor hatte das Unternehmen in einer internen Umfrage unter den Mitarbeitern ermittelt, dass zu niedrige Gehälter als zweithäufigster Grund für einen Jobwechsel weg von Amazon angegeben wurden. Zudem begründete der Konzern den Schritt mit einem hart umkämpften Arbeitsmarkt.

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/ Geschrieben von Michael Pohlgeers