Kauft Amazon den namhaften Spiele-Publisher EA?

EA als großer Player in der Gaming-Branche
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Im Gaming-Sektor kochen die Gerüchte: Der namhafte Spiele-Publisher EA (Electronic Arts), zu dem gefeierte Spiele wie die Shooter-Reihe „Battlefield“, die Fußball-Simulation FIFA oder die Lebens-Simulation „Sims“ gehören, ist offenbar auf der Suche nach einem Käufer. Dabei scheinen die Ziele recht hoch gesteckt, denn als Käufer sei offenbar grundsätzlich einer von mehreren Branchengiganten anvisiert worden – darunter Amazon.

Amazon nur ein potenzieller Käufer unter vielen

Unter den favorisierten Käufern sollen sich neben Amazon etwa auch Konzerne wie der iPhone-Hersteller Apple oder der Medienriese Disney befinden. Neben einer Übernahme durch einen großen Branchenplayer sei als alternative Strategie demnach allerdings auch eine Fusion mit einem anderen Unternehmen denkbar, etwa mit dem amerikanischen Medienunternehmen NBC Universal. 

Mit allen genannten Firmen habe Electronic Arts bereits über eine potenzielle Übernahme bzw. Fusion gesprochen, schreibt das Gaming- und Popkultur-Portal Kotaku mit Verweis auf Puck.news. Den größten Fortschritt habe es zwar bei den Gesprächen mit NBC Universal gegeben, der Deal sei jedoch schließlich am Preis gescheitert, heißt es weiter.

EA gab sich derweil wenig redefreudig und ließ gegenüber Kotaku verlauten, dass man keine Gerüchte rund um Fusionen oder Übernahmen kommentieren werde. Auch Amazon hielt sich auf Nachfrage wohl bedeckt. 

Große Übernahmen in der Gaming-Branche

Die Gerüchte kommen zu einer Zeit, in der die Gaming-Branche eine Welle spektakulärer Übernahmen erlebt: So hatte der Tech-Konzern Microsoft beispielsweise die Übernahme von Activision Blizzard verkündet. Der Spielespezialist ist für Hits wie die Shooter-Reihe „Call of Duty“ bekannt, was die Übernahmesumme in Höhe von knapp 69 Milliarden Dollar erklärt. Auch der Tech-Hersteller Sony war shoppen und kündigte Anfang des Jahres die Übernahme des Spieleentwicklers Bungie an, zu dem namhafte Spiele wie „Halo“ oder „Destiny“ gehören. Den Deal lässt sich Sony insgesamt 3,6 Milliarden Dollar kosten.

Amazon könnte einen starken Partner gut brauchen

Amazon selbst ist zwar in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Strategien wie der Übernahme des Live-Streaming-Videoportals Twitch, der Veröffentlichung des hauseigenen Multiplayer-Online-Rollenspiels „New World“ oder der Veröffentlichung des südkoreanischen Computerspiels „Lost Ark“ (als Publisher in Europa und Nordamerika) immer tiefer in den Gaming-Sektor eingetaucht, doch gibt es noch immer großes (Verbesserungs-)Potenzial.

Amazon musste in der Vergangenheit mit riesigen Flops wie etwa dem eingestampften Comic-Shooter „Crucible“ kämpfen. Auch massive Probleme mit Bots innerhalb von „Lost Ark“ oder deutlich einbrechenden Spielerzahlen machen dem Unternehmen zu schaffen. Gerade vor diesem Hintergrund könnte die Übernahme eines namhaften und kompetenten Gaming-Spezialisten großes Potenzial für die Zukunft bergen.

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/ Geschrieben von Tina Plewinski