Amazon-Mitarbeiter sollen in sieben Zentren streiken, dazu ruft die Gewerkschaft Verdi auf.

Verdi-Fahnen
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Dinge, die in mehr oder weniger schöner Regelmäßigkeit wiederkehren: Meisterschaften des FCB, „überraschende“ Geburtstage, Zahnarzttermine – und Verdi-Streiks bei Amazon. Auch zum diesjährigen Event Prime Day, das am 12. und 13. Juli über die Bühne geht, hat die Gewerkschaft Verdi streikwillige Angestellte dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen, wie Zeit Online berichtet. Der Streik soll schon in der Nacht vom 10. auf den 11. Juli begonnen haben.

Streiks an diesen Amazon-Standorten

In den sieben Verteilzentren in Graben bei Augsburg, Leipzig, Koblenz, Rheinberg, Werne und an den zwei Standorten in Bad Hersfeld soll die Arbeit ruhen. Auch an anderen Logistikzentren sollen Aktionen geplant sein. Die Gewerkschaft will so einen Flächentarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel für die Amazon-Arbeiter durchsetzen, für den sie schon seit Jahren kämpft. 

Ebenso wiederkehrend wie der Streik ist Amazons Aussage zu den Folgen: Es wird keine Auswirkungen auf die Kunden und ihre Bestellungen geben, das Unternehmen habe sich schon seit Wochen auf den Prime Day – und wohl auch die erwartbaren Gegenaktionen – vorbereitet, heißt es von Amazon. 

Zwar habe Amazon die Mindestlohnerhöhung auf zwölf Euro pro Stunde vorweggenommen, sagt Verdi. Das tatsächlichen Einkommen der Beschäftigten läge jedoch wegen des Verzichts auf Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld und längeren Arbeitszeiten oft unter dem vergleichbarer Unternehmen, so der Vorwurf der Gewerkschaft.

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/ Geschrieben von Markus Gärtner




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