Büroarbeit und Homeoffice sind Themen, die Amazon derzeit zu überdenken scheint.

Amazon-Schriftzug an einem Gebäude
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Das Thema Homeoffice war und ist im Zuge der Pandemie bei Amazon ein relevantes Thema. Nach einer anfänglich ziemlich restriktiven Haltung und mehreren Anläufen, die eigenen Teams zurück in die Büros zu bringen, hat sich der Online-Gigant schließlich dazu durchgerungen, flexibler zu werden. Die Diskussionen mündeten schließlich in einer neuen Firmenregelung, nach der Teamleiter selbst darüber entscheiden können, wie und wann die Angestellten ins Büro kommen müssen und wann nicht.

Das Thema wirkt sich nun offensichtlich auch spürbar auf die Büro- und Gebäudeplanung des Konzerns aus. Denn wie Reuters Online schreibt, hat Amazon die Arbeit an insgesamt sechs neuen Bürogebäuden in den USA pausiert, „um den Bedarf an hybrider Arbeit abzuwägen“, wie es heißt.

Gebäude sollen den Bedürfnissen der Mitarbeiter entsprechen

Betroffen sind demnach geplante Gebäude in Bellevue, einer Stadt im US-Bundesstaat Washington, sowie in Nashville, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Tennessee. Obwohl die Prozesse rund um den Bürobau vorerst gestoppt wurden und somit auch Verzögerungen nach sich ziehen, wird diese Entscheidung nach Angaben eines Firmensprechers keine Auswirkungen auf die bisherigen Einstellungspläne des Konzerns haben. Diese sehen bislang vor, dass in Bellevue 25.000 und in Nashville noch einmal 5.000 neue Arbeitsplätze entstehen sollen.

„Die Pandemie hat die Art und Weise, wie Menschen arbeiten, erheblich verändert ... Unsere Büros sind langfristige Investitionen, und wir wollen sicherstellen, dass wir sie so gestalten, dass sie den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter auch in Zukunft gerecht werden“, kommentierte John Schoettler, der sich bei Amazon als Vice President auf globaler Ebene um den Bereich Immobilien und Einrichtungen kümmert.

Weniger Fläche auch bei anderen Konzernen

Weil Homeoffice und mobiles Arbeiten für viele Arbeitstätige mittlerweile als Anforderung an einen Arbeitgeber gelten und sich entsprechende Konzepte – wo möglich – in Zeiten der Pandemie durchgesetzt haben, scheinen auch andere Unternehmen eher Abstand von großen Büroflächen zu nehmen.

Der Facebook-Konzern Meta hat sich nach Angaben von Reuters offenbar dazu entschieden, doch keine zusätzlichen 300.000 Quadratmeter am Broadway in New York City zu übernehmen. „Es gibt oft eine Reihe von Gründen, warum wir ein bestimmtes Geschäft nicht weiterverfolgen würden, einschließlich der Büronutzung. In den letzten Jahren haben sich neue Möglichkeiten ergeben, wie wir uns vernetzen und arbeiten“, wird etwa ein Sprecher von Meta zum Thema zitiert.

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/ Geschrieben von Tina Plewinski




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