Die Nachrichtenkette bei Amazon reißt einfach nicht ab. So informiert der Online-Händler in einer eigenständigen Pressemitteilung über das wachsende Streaming-Angebot des FireTVs, der zukünftig wohl auch Amazons Alexa in der neuen Generation integriert haben wird. Auch eine Gruppierung namens „Amazonian Manifesto“ sorgt für Schlagzeilen. Zudem stellt Jeff Bezos seine neue Rakete vor.

 Voller Briefkasten: Viele Neuigkeiten

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Fire TV-Produktionsstopp definitiv nicht in Sichtweite

Der Stopp der Produktion von Amazons hauseigenem Smartphone – dem Fire Phone – wurde vor etwa einer Woche endlich offiziell bestätigt. Dies hatte sich bereits angedeutet und war immer wieder Bestandteil der brodelnden Gerüchteküche, was unter anderem dadurch zustandekam, dass das Fire Phone nicht mehr erhältlich war. Ähnlich sieht dies derzeit auch noch beim Fire TV aus - auch er ist derzeit vergriffen. Hier ist jedoch nicht so schnell ein Ende der Produktion in Sicht, wie in einer eigenständen Pressemitteilung von Amazon zu lesen. Darin geht es unter anderem um den massiven Erfolg der Set-Top-Box, die stetig wachsenden Streaming-Möglichkeiten und die umfangreichen medialen Inhalte, die mithilfe vom Fire TV konsumiert werden können. Abermals streut Amazon somit aktiv Gerüchte über eine neue Generation.

Amazon: Wird Alexa in neuer Fire TV-Generation integriert?

Der neue Fire TV könnte nach AFTVnews ein neues Feature erhalten, was Amazon in der Mitte des Jahres in einem Gerät integriert hat und augenscheinlich als Erfolg verbucht wird. So soll die neue Fire TV-Generation ebenso wie Amazon Echo die Sprachsteuerung Alexa enthalten. Auch bei den neuen Fire TV-Sticks soll Alexa funktionieren. AFTVnews hat den entsprechenden Code im Fire OS 5 developer preview entdeckt und meint dazu: „Mit Alexa im Fire TV können Audible und Kindle Unlimited Hörbücher konsumiert, der Google Kalender überprüft, Produkte bei Amazon gekauft, Musik abgespielt sowie der Straßenverkehr kontrolliert werden und vieles mehr. Diese neuen Features werden im Wesentlichen deinen Fernseher in Amazon Echo verwandeln – ohne dabei die ganze Zeit zuzuhören“, womit auf den Vorwurf angespielt wird, dass Amazon Echo stets startbereit sei, somit alles registriert, was gesagt wird und Amazon auf diese Art und Weise Informationen über das Kundenverhalten sammeln könnte.

Fire TV & Alexa

© AFTVnews - Screenshot

„Amazonian Manifesto“: Marketingfirma soll mysteriöse Nachrichten verbreiten

Nach der Veröffentlichung des berühmt-berüchtigten New York Times-Artikel über gravierende Mängel bei den Arbeitsbedingungen, stand Amazon massiv in der Kritik. Einige Mitarbeiter wollten sich die darin vorgeworfenen Schikanen nicht länger bieten lassen und haben daraufhin eine Art Gruppierung gegründet, die sich „Amazonian Manifesto“ nennt. Diese formulierte zu Beginn der Gründung drei Empfehlungen, die sich allesamt an Amazons CEO Jeff Bezos richteten. Darunter befand sich beispielsweise der Leitsatz: „Schaffe das Feedback-Tool ab, das Kritik von Kollegen hinter ihren Rücken ermöglicht.“ Nun soll die Gruppierung nach Informationen von GeekWire eine Marketingfirma damit beauftragt haben, Flyer auf dem Amazon Campus in Seattle zu verbreiten - auf diesen Zetteln stehen sieben neue Führungsprinzipien, die Amazon im Zuge der Arbeitsbedingungen einhalten sollte. Die entsprechenden Karten beinhalten eine kurze Vorstellung von „Amazonian Manifesto“, die Leitsätze und einen QR-Code zur Webseite, auf der die kritischen Vorschläge noch einmal ausführlicher erläutert werden. Wer letztendlich genau hinter der Gruppierung steckt, bleibt jedoch weiterhin unklar.

 

Amazonian Manifesto-Karte

© GeekWire - Screenshot

Jeff Bezos gibt Pläne über eine neue Rakete bekannt

„Ich möchte, dass sie Folgendes wissen: Eines Tages – egal, wie lange dies dauern wird – werden wir eine Pressekonferenz im All haben. Ich freue mich bereits jetzt sehr darauf.“ Diese Worte stammen nicht etwa von einem Nasa-Vorgesetzten, der sich damit an die versammelte Presse richtet und aktuelle Pläne öffentlich machen will. Vielmehr sind sie auf Jeff Bezos zurückzuführen, der mit Blue Origin selbst ein Raumfahrt-Unternehmen sein Eigen nennt und dem Guardian nun eine neue Rakete vorgestellt hat. Diese hat er am Cape Canaveral präsentiert – einem Küstenabschnitt in Florida, der insbesondere für seine Weltraumbahnhöfe bekannt ist. Die Rakete besitzt noch keinen Namen – scheint jedoch ein komplett anderes Modell zu sein, als die im April vorgestellte Blue Shepard-Rakete. Die Pläne des Amazon-Gründers, irgendwann einmal einen bemannten Weltraumflug durchzuführen, nehmen also immer mehr Form an.

 

/ Geschrieben von Christian Laude




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