Im Bereich Logistik kann Amazon neue Erfolge feiern: In den USA thront der Konzern offenbar auf dem Paket-Olymp der privaten Dienstleister.

Amazon-Pakete auf einem Stapel
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Wie es scheint, hat es Amazon erneut geschafft, logistische Rekorde einzufahren. Laut eines Berichts des Wall Street Journals (WSJ), der sich auf mit der Sache vertraute Personen sowie interne Zahlen des Konzerns stützen soll, hat sich das Unternehmen mittlerweile zum größten privaten Paketzusteller in den Vereinigten Staaten gemausert.

Fedex und UPS sind längst überholt

Private Wettbewerber wie Fedex und UPS habe Amazon bereits hinter sich gelassen: ersteren Anbieter bereits 2020, letzteren im vergangenen Jahr. Und der Abstand zu diesen soll größer werden. Allein der staatliche Logistiker US Postal Service soll noch mehr Pakete an die Kundinnen und Kunden liefern.

Zwar fehlt es bislang noch an offiziellen Zahlen, doch sollte der Bericht stimmen, gehen die unternehmensinternen Prognosen von rund 5,9 Milliarden Paketen allein in diesem Jahr aus. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es noch 700 Millionen Sendungen weniger, berichtet Heise Online. Es wäre für Amazon wieder einmal der krönende Meilenstein einer Erfolgsgeschichte.

Franchise-Partner beschäftigen eine Viertelmillion Menschen in den USA

Die Zahlen rund um die eigene Zustellung von Paketen umfassen demnach übrigens auch jene Pakete, die durch Franchisenehmer abgewickelt werden. In den USA soll es mittlerweile 3.000 solcher selbstständigen „Delivery Service Partner“ geben, die wiederum mehr als 275.000 Menschen beschäftigen, von denen rund 200.000 als Chauffeure tätig sind. Das entsprechende Partnerprogramm hatte der Konzern im Jahr 2018 an den Start gebracht.

„Parallel nutzt Amazon auch die US Post sowie UPS. Amazon-Aufträge bringen etwa elf Prozent des UPS-Umsatzes“, heißt es bei Heise mit Verweis auf das WSJ weiter. Auf Fedex greift Amazon in den USA schon seit Jahren nicht mehr zurück: Schon 2019 waren die Verträge dazu ausgelaufen.

Die Pandemie gab der Logistik einen gewaltigen Schub

Für den rasanten Ausbau des hauseigenen logistischen Netzwerks war die Pandemie ein gravierender Treiber: Zigtausende neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte der Konzern in dieser Zeit eingestellt und neue logistische Standorte rund um Lagerung und Paketsortierung eröffnet. In einem Zeitraum von lediglich zwei Jahren konnte Amazon seine US-amerikanische Infrastruktur nahezu verdoppeln, wodurch man auch die Lieferzeiten verringern und die Attraktivität des eigenen Angebots steigern konnte.

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Geschrieben von Tina Plewinski




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