In der noch recht jungen Abteilung wurden jetzt fünf Prozent der Stellen gestrichen.

Paket mit Prime-Klebeband
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Für Mitarbeitende bei Amazon ist der Beginn eines neuen Jahres mittlerweile eine fast schon beängstigende Zeit. Nachdem Anfang 2023 über 18.000 Mitarbeitenden gekündigt wurde, mehren sich auch 2024 die Ankündigungen verschiedener Abteilungen. Wie CNBC jetzt in Erfahrung bringen konnte, trifft es dabei auch die Abteilung rund um das Angebot „Buy with Prime“. Etwa 30 Personen soll es dort jetzt getroffen haben.

Notwendige Einsparungen

Wie bei allen Kündigungen der letzten Jahre wird auch bei dieser der Kostenfaktor vorne angestellt. Gegenüber CNBC äußerte ein Unternehmenssprecher, dass die Entlassungen eine „notwendige Anpassung an die Bedürfnisse des Unternehmens darstellen“. Es ist unbekannt, wie viele Mitarbeitende konkret für „Buy with Prime“ tätig waren, die Entlassungswelle soll jedoch weniger als fünf Prozent treffen.

Folglich ist bei rund 30 gekündigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern damit zu rechnen, dass die Abteilung insgesamt zwischen 500 und 600 Personen umfasste. Das „Buy with Prime“-Programm wurde im April 2022 gestartet, um Online-Händlern auch im Rahmen ihres eigenen Online-Shops die Vorteile des Prime-Versands anbieten lassen zu können. 

Folglich ist die Abteilung an sich noch relativ jung und stellt nach Angaben des Sprechers auch weiterhin eine Priorität für das Unternehmen dar.

 

Das bietet „Buy with Prime“

Händler:innen, die auf Amazon verkaufen, wissen um den Verkaufsanreiz des schnellen Amazon-Versands. Die Kundschaft ist teilweise so sehr an die kurzen Lieferzeiten gewöhnt, dass es kleinere Online-Shops oft schwer haben, mit diesen zu konkurrieren. Hier setzt das bisher nur in den USA laufende „Buy with Prime“ an.

Ähnlich wie bei Fulfillment by Amazon (FBA) können die Händler ihre Waren an einen Amazon-Standort senden und bei Bestelleingang durch Amazon abwickeln lassen. Die Abteilung „Buy with Prime“ gehört dabei zusammen mit dem Dienst Multichannel-Fulfillment zum internen „Project Santos“.

Entlassungswelle hält an

Seit Beginn des neuen Jahres kamen bereits einige Meldungen zu Entlassungen im Hause Amazon auf. So sollen auch beim Hörbuchdienst Audible fünf Prozent der Belegschaft gehen. Beim Streamingdienst Twitch ist die Zahl deutlich höher – gleich 35 Prozent der Abteilung sind hier betroffen. Weiterhin seien bei Prime Video und den MGM Studios „mehrere hundert Stellen“ gestrichen worden. 

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Geschrieben von Ricarda Eichler




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