Weitere Entlassungen wurden im Hause Amazon verkündet. Erneut sind Hunderte Mitarbeitende betroffen.

Gebäude mit Amazon-Logo
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Wann hat die Entlassungswelle bei Amazon ein Ende? Aktuell jedenfalls sieht es nicht danach aus, dass die personellen Umstrukturierungen bereits abgeschlossen sind. Denn erneut hat der Konzern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über einen anstehenden Personalabbau informiert. Dieses Mal trifft es den medizinischen Sektor, in dem Amazon unter anderem die Online-Apotheke „Amazon Pharmacy“, den Gesundheitsdienst „One Medical“ sowie einen Service für Online-Behandlungen namens „Amazon Clinic“ betreibt.

Entlassungen trotz enormem Wachstum

In einem entsprechenden Memo an die Belegschaft verwies der zuständige Manager Neil Lindsay, Senior Vice President von Amazon Health Services, zunächst auf das Potenzial und grundsätzlich gute Entwicklungen im Medizinbereich: „Das vergangene Jahr war unglaublich aufregend für alle unsere Gesundheitsgeschäfte und wir sehen ein enormes Wachstum“, zitiert GeekWire das Schreiben. Außerdem verwies er darauf, dass man medizinische Services für Kundinnen und Kunden günstiger gemacht und Angebote ausgeweitet habe.

Allerdings gebe es auch Bereiche, in denen man die Ressourcen „neu positionieren“ wolle – und im Rahmen dieser Anpassungen habe sich der Konzern dazu entschieden, „ein paar hundert“ Stellen bei One Medical und Amazon Pharmacy zu streichen. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schlussendlich genau betroffen sind, ließ Amazon offen. 

Mithilfe der Umstrukturierung sollen die eigenen Bemühungen beschleunigt werden, „die beste Erfahrung für unsere Patienten, Kunden und Mitglieder zu liefern“, so der Manager weiter.

Informationen zum Stellenabbau wurden geleakt

Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren zum Zeitpunkt, als das Schreiben verschickt wurde, noch nicht über ihre persönliche Entlassung informiert. Dies widerspricht Lindsay zufolge jedoch den regulären Abläufen innerhalb des Konzerns. 

Doch da ein namentlich nicht genannter Angestellter die Information zum anstehenden Personalabbau durchsickern ließ, habe man sich entschlossen, zunächst das Memo an die Belegschaft zu versenden und die Betroffenen erst im Anschluss zu benachrichtigen. „Das ist nicht ideal und es tut mir leid, wenn Sie zuerst extern davon erfahren haben“, erklärte der Manager.

2023 stricht Amazon bereits 27.000 Stellen

Die jüngsten Entlassungen folgen auf eine gigantische Personalmaßnahme im vergangenen Jahr: Nach dem immensen Aufschwung des Online-Handels in Zeiten der Pandemie und der damit verbundenen Aufstockung von Ressourcen, reagierte Amazon 2023 auf die Normalisierung der Lage – mit dem Abbau von 27.000 Arbeitsplätzen.

Und auch 2024 setzt sich der Trend zu personellen Einsparungen fort: Seit dem Jahreswechsel wurden weitere Entlassungen in unterschiedlichen Bereichen bekannt, darunter beim Hörbuchdienst Audible, dem Streamingdienst Amazon Music, der Abteilung „Buy with Prime“ sowie in den Bereichen Gaming und Video.

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Artikelbild: http://www.depositphotos.com

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Geschrieben von Tina Plewinski




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