Im Februar war bei Amazon wieder so einiges los – wir fassen die Highlights zusammen.

Logo von Amazon Prime Video auf einem TV-Gerät
shirotie / Depositphotos.com

Die wichtigsten Schlagzeilen, brandheiße News, die spannendsten Hintergründe – in unserem Monatsrückblick lassen wir die vergangenen Wochen noch einmal Revue passieren und fassen die Top-Beiträge kurz und bündig zusammen.

An den Änderungen bei Amazons Streamingdienst Prime Video war in den vergangenen Wochen kein Vorbeikommen. Nicht nur Nutzerinnen und Nutzer zeigten sich erbost über die Einführung von Werbung. Auch Verbraucherschützer meldeten sich zu Wort. Außerdem hat Amazon an verschiedenen Stellen juristische Gefechte auszutragen.

Amazon: Themen-Ranking Februar 2024

#10

Amazon soll Kunden zu teuren Produkten lotsen – Klage eingereicht

Juristischer Ärger für Amazon: In den USA wurde jüngst eine Sammelklage gegen den Konzern eingereicht. Darin wird ihm vorgeworfen, mithilfe der Buy Box – also dem Warenkorb-Feld auf den Produktseiten – Millionen Kundinnen und Kunden gezielt zu teuren Produkten zu leiten. Der Konzern habe damit die eigene Profitgier über das Wohl der Verbraucher gestellt.

#9

Amazon Prime Video: Zusätzliche Werbeeinblendung ist rechtswidrig

Seit Anfang Februar spielt Amazon Werbung in seinem kostenpflichtigen Streamingdienst Prime Video ab. Wer keine Werbung sehen möchte, muss knapp drei Euro im Monat extra zahlen. Das Vorgehen, das Amazon bei der Werbeeinführung an den Tag gelegt habe, stufte die Stiftung Warentest mittlerweile als „rechtswidrig“ ein.

#8

Werbung bei Prime Video: Schlechte Bewertungen fluten Amazon-App

Die Enttäuschung und Wut der Amazon-Kundinnen und -Kunden über die neu eingeführte Werbung bei Prime Video machte sich auch im Google Play Store bemerkbar. Die Streaming-App des Konzerns wurde dort mit zahlreichen schlechten Bewertungen überschüttet.

#7

Amazon Prime Video: Abstriche in Bild- und Tonqualität im werbefinanzierten Abo

Die Neuerungen bei Prime Video betreffen allerdings nicht nur – wie zunächst angenommen – die reine Einführung von Werbung. Film- und Serienfans müssen wohl im bisherigen Standard-Abo auch Abstriche bei Bild und Ton hinnehmen: Die Dolby-Atmos- bzw. Dolby-Vision-Qualität stehe hier nicht mehr zur Verfügung.

#6

Kommentar zu Amazon: Warum Goliath die Accounts der kleinen Davids dicht macht

In den vergangenen Wochen ist es erneut zu Kontosperrungen bei Amazon-Händlerinnen und -Händlern gekommen. Mit der Maßnahme wolle der Konzern wohl die Einhaltung von Steuervorschriften gewährleisten. Die Betroffenen wüssten dabei allerdings oft nicht, was sie falsch gemacht haben oder wie sie ihr Konto wieder entsperren können. „Holterdiepolter Kontensperrungen und -sanktionen sind jedoch kein sinnvoller Weg, um potenzielle Missstände zu bekämpfen“, findet unsere Juristin Yvonne Bachmann.

#5

Werbung bei Prime Video – Deutsche Verbraucherschützer verklagen Amazon

Nicht nur die Verbraucherinnen und Verbraucher hat die Werbeeinführung bei Prime Video beschäftigt. Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zeigte sich unzufrieden mit Amazons Vorgehen und hat eine Klage angekündigt. Der Grund: Amazon habe Verbraucherrechte missachtet.

#4

Amazon erweitert Zeichenzahl für Backend-Keywords: Darauf sollten Seller jetzt achten

Am System von Amazon wurde geschraubt: Statt der bisherigen 250 Zeichen für die Backend-Keywords können Händlerinnen und Händler nun auf 500 Zeichen zurückgreifen. Wie diese Änderung zu bewerten ist, verrät Andreas Frank vom E-Commerce-Magazin SELR im Interview.

#3

Urteil gegen Amazon Prime: Preise und Konditionen sind zu kompliziert dargestellt

In Österreich musste Amazon eine Niederlage vor Gericht schlucken: Die Verbraucherschutzorganisation VKI (Verein für Konsumenteninformation) hatte Klage eingereicht und dem Konzern vorgeworfen, dass viele Informationen rund um das Kundenbindungsprogramm Amazon Prime nicht klar genug zur Verfügung stehen und durch labyrinthartige Strukturen der Seiten rechtswidrig dargestellt sind. Das Handelsgericht Wien (HG Wien) sah die Vorwürfe ebenso.

#2

Darum gibt es viele bekannte Marken nicht (mehr) bei Amazon

Erst kürzlich hat sich die namhafte Marke Miele von Amazon zurückgezogen. Dabei ist das Unternehmen nicht allein: Auch viele andere Hersteller wie Gucci, Tupperware oder Eigenmarken von dm und H&M sind nicht (mehr) auf dem Online-Marktplatz vertreten. Warum dies so ist, haben wir hier beleuchtet.

#1

Plötzlich war mein Amazon-Konto gesperrt! Ein Erfahrungsbericht.

Die Sperrung des Amazon-Kontos kann für Unternehmen existenzbedrohend sein. Die Klärung solcher Fälle kann sich allerdings in der Praxis als schwierig und frustrierend erweisen. Ein betroffener Anbieter hat uns Einblicke in seine Erfahrungen gewährt und beschrieben, wie die Kommunikation mit Amazon ablief.

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Artikelbild: http://www.depositphotos.com

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Geschrieben von Tina Plewinski

Kommentare

#1 Roland Baer 2024-03-05 09:09
betreffs #10
nicht nur der Betrug und nichts anderes ist es mit der Buy-Box, sondern auch das Nichtzulassen / Eliminieren von Konkurrenzprodu kten zu A. Angeboten führt zu Sonderprofiten durch quasi überhöhte Monopolpreise von A. Angeboten. Verbraucher werden abkassiert. Auch weil viele unsinniger Weise an Bestpreise auf A. glauben und nur dort suchen.

Inzwischen prüfen wir jedes Angebot eines Großhändlers ob wir auf A. das verkaufen dürfen, wenn ja, ob
1. eine falsche Beschreibung ( Beispiel Leder statt Kunststoff etc.) zu Abmahnungen führen könnte
2. das Produkt in der richtigen Kategorie eingestellt ist und damit -
A. Auffindbar ist
B. durch die falsche Kategorie eine überhöhte Prov. gezahlt werden muss und damit unverkäuflich ist



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