Amazon erweitert seine erfolgreiche Web Services-Produktpalette um einen hauseigenen Mail-Cloud-Service namens „WorkMail“. Das Premium-Programm Prime kann seit einiger Zeit auch von externen Händlern für ihre Produkte genutzt werden, was sich positiv auf die Umsätze auswirkt. Dafür hat Amazon derzeit verstärkt Schwierigkeiten mit der Einhaltung seiner eigentlichen Lieferversprechen. – Wir haben wichtige Amazon-Themen für Sie zusammengefasst.

Lieferbote

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Längere Lieferzeiten nach Weihnachtsgeschäft

Das Thema Versand wird im Hause Amazon groß geschrieben und das Unternehmen wirbt immer wieder mit einer blitzschnellen Lieferung. Nach Informationen von Xonik kann Amazon dies jedoch derzeit nicht wirklich einhalten. Das Prekäre daran: Auch bei Prime-Kunden, die jährlich 49 Euro zusätzlich zahlen, um unter anderem von der pünktlichen Lieferung profitieren zu können, scheint das der Fall zu sein.

Die durchschnittliche Lieferzeit für Prime-Kunden soll den Berichten nach aktuell drei Tage betragen. Bei einem Standard-Versand ist das Paket sogar rund vier Tage unterwegs. Der Grund für die Verspätungen liegt für Xonix auf der Hand: Während der Weihnachtszeit beschäftigt Amazon bis zu 10.000 weitere Saisonarbeiter, die nun wegfallen. Deswegen sollen die Probleme erst jetzt und nicht vor bzw. zwischen den Festtagen auftreten.

Prime-Versand von externen Amazon-Händlern erfolgreich

Seit Mai 2015 wählt Amazon einige Händler aus, um ein neues Programm zu testen. Dieses nennt sich „Seller Fulfilled Prime“ und bietet im Prinzip die Möglichkeit, als externer Amazon-Händler seinen Kunden die Prime-Vorteile insbesondere bei der Lieferung anzubieten. Das heißt, dass auch ausgewählte externe Händler ihre Produkte mit "Prime" kennzeichnen dürfen.

Wie Internet Retailer berichtet, scheint der Service durchaus gut bei den Kunden anzukommen. Dies wird am Beispiel des US-amerikanischen Händlers Quick Candles belegt. Dieser berichtet, dass die Umsätze von Produkten, die mithilfe der kostenfreien Prime-Lieferung versendet werden können, um zwanzig Prozent gestiegen sind. Dies liegt wohl vor allem an der expliziten Auszeichnung dieser Produkte.

Interessanter Fakt, der in diesem Zusammenhang von Internet Retailer aufgeführt wird: Nach Schätzungen von Costumer Intelligence Research Partners geben Prime-Mitglieder durchschnittlich 1.200 US-Dollar bei Amazon aus. Kunden dagegen, die auf das Premium-Programm verzichten, kommen „nur“ auf jährlich 700 US-Dollar.

Amazon startet Mail-Cloud-Service WorkMail

Bereits seit rund einem Jahr hat Amazon an seinem hauseigenen E-Mail-Cloud-Service WorkMail gearbeitet, der Bestandteil des erfolgreichen Amazon Web Services (AWS) ist. Laut Heise richtet sich das Programm an große sowie kleine Unternehmen. Administratoren sollen beispielsweise nicht einmal zehn Minuten für die erste Inbetriebnahme benötigen. Gleichzeitig können sie auch bestehende Infrastrukturen integrieren.

WorkMail soll insbesondere durch spezielle Sicherheitsfunktionen glänzen. Pro User werden vier US-Dollar im Monat fällig. Dabei erhält der Anwender 50 Gigabyte Speicherplatz. Zudem kann WorkMail durch eine auf 30 Tage und 25 Nutzer limitierte Demo-Version getestet werden.

/ Geschrieben von Christian Laude




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