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Besonders im Bereich Logistik gibt es aktuell zahlreiche Neuigkeiten von Amazon: So gibt es Vorwürfe, dass das Unternehmen die Gefahr auf den Straßen erhöht. Außerdem: Es wird wieder gestreikt. Und Amazon nimmt Millionen in die Hand, um den Standort Leipzig zu modernisieren und seine Drohnen-Pläne umzusetzen.

Amazon Paket

(Bildquelle Smile! You've Got a Package from Amazon!: Silus Grok via Flickr, Ausschnitt, bestimmte Rechte vorbehalten)

Amazon pumpt Geld in Standort Leipzig

Amazon ist stetig an der Optimierung der eigenen Abläufe interessiert. Für 2016 sind Investitionen von 1,2 Millionen Euro für das Leipziger Logistiklager vorgesehen. Mit dem Geld soll vor allem die Einführung des sogenannten „Zone Picking“-Systems finanziert werden. Bei diesem System werden den Pickern spezielle Zonen zugeordnet, in denen sie Produkte raussuchen. Im Gegensatz zum aktuellen System arbeitet ein Picker gleichzeitig an mehreren Aufträgen, während momentan ein Picker einen Auftrag abarbeitet und dafür im ungünstigsten Fall durchs ganze Lager laufen muss. Das neue System soll die Wege der Picker effizienter machen, wodurch die Bearbeitung der Kundenbestellungen beschleunigt werden soll.

Für die Einführung des sogenannten „Zone Picking“ wird zudem eine neue Fördertechnik benötigt. Da auch ein neues Schichtsystem mit einer Mittelschicht eingeführt wurde, hat man im Zuge der Umgestaltung 150 neue Mitarbeiter eingestellt. Ditmar Jüngling, Standortleiter des Leipziger Amazon Lagers, erklärt gegenüber dem Logistik Watchblog, dass das Finden der neuen Mitarbeiter kein Problem war, während sich hingegen die Mitarbeitersuche für das Weihnachtsgeschäft in den letzten Jahren schon deutlich schwieriger gestaltet hat.

10 Millionen für Drohnen-Lobbyismus

Amazon lässt sich nicht von seinen Drohnen-Plänen abbringen. Ganz im Gegenteil. Aktuelle Zahlen zeigen, welches Potenzial der Konzern in den Fluggeräten sieht: Wie Inc.com berichtet, hat Amazon im vergangenen Jahr fast 10 Millionen (genauer gesagt 9.400.000) US-Dollar in seine Lobbyismus-Strategie in Washington, D. C. gepumpt. Ziel ist es natürlich, durch eine Interessenvertretung auf Politik und Gesellschaft Einfluss zu nehmen und die Einführung von Drohnen als Variante der Paketzustellung zu legitimieren.

Im vergangenen Jahr hatte Amazon bereits die Erlaubnis erhalten, seine Drohnen auch außerhalb des Sichtbereichs des entsprechenden Piloten zu testen. Das Unternehmen will Lieferungen innerhalb von 30 Minuten garantieren – und diese Pläne mithilfe der hauseigenen Drohnen umsetzen.

Macht Amazon die Straßen gefährlicher?

Die Logistik ist für Amazon ein echter Kraftakt. Immer neue Strategien und Möglichkeiten müssen erkoren werden, um die wachsenden Berge an Pakete zu bewältigen. In den USA möchte Amazon für den Transport beispielsweise LKW mit doppelten Anhängern von je 33 Fuß (also je 10 Metern) auf die Straße bringen. Diese Riesen-LKW würden das aktuelle Maximalmaß von 28 Fuß pro Anhänger übersteigen. Der US-amerikanische Verbraucherschutzanwalt Ralph Nader sieht dieses Vorhaben laut Geekwire jedoch äußerst kritisch und kommentierte, Amazon würde die Straßen gefährlicher machen – und das nur, um den Kunden „die Zahnpasta schneller zu bringen“.

Amazon hingegen dementiert die Gefährdung auf den Straßen und ließ verlauten, dass die Sicherheit durch die längeren LKW sogar steigt, da weniger Lastwagen im Einsatz und auf den Straßen seien.

Weitere Streiks zu Ostern

Die Streiks bei Amazon sind inzwischen ein jährlicher Fixpunkt im Weihnachtsgeschäft geworden. Denn gerade in diesem Zeitraum will Verdi den Druck auf Amazon so weit erhöhen, dass der Konzern bei den Verhandlungen um die Tarifverträge einknickt. Auch das Osterfest will die Gewerkschaft nutzen, um die eigenen Interessen durchzusetzen: Wie Heise berichtet, wurde erneut zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Betroffen sei der Standort Koblenz, wo die Ausstände „mit der Nachtschicht am Montagabend um 22 Uhr begonnen“ haben sollen. Das Ende sei für den morgigen Mittwoch angedacht. Möglicherweise wolle man die Streiks auch auf andere Standorte ausweiten. Einzelheiten blieben offen.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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