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Die Amazon-Firmenzentrale in Seattle wird gerade mächtig optimiert. Bis 2018 entstehen mitten in der Stadt nicht nur neue Bürogebäude, sondern auch die Amazon-Sphären – ein Verbund aus drei riesigen Glaskugeln, in denen seltene Pflanzen und Baumhäuser die Kreativität der Belegschaft steigern sollen.

Amazon-Sphären

(Bildquelle Spheres May 26: Hiro Protagonist2004 via Flickr, Bildausschnitt, bestimmte Rechte vorbehalten)

Man könnte denken, die Planungsabteilung bei Amazon hat ein Mal zu oft die sechste Star-Wars-Episode „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ geschaut. Denn was gerade in Seattle entsteht, erinnert frappierend an die Baumhaus-Siedlung der Ewoks. Mitten in der Stadt baut der E-Commerce-Riese gerade einen Dschungel, in dem Baumhäuser mit Hängebrücken verbunden sind – innerhalb von drei riesigen, kugelförmigen Sphären aus Glas, die Zukunftsvisionen von Biodomen Realität werden lassen. Der New York Times war das Mammutprojekt gar eine große Story in ihrer Printausgabe wert.

Gigantisches Gewächshaus für die Kreativität

Was da in Seattle entsteht, inmitten neuer klassischer Bürogebäude, die ebenfalls hochgezogen werden, ist ein gigantisches Gewächshaus, in dem über 3.000 Pflanzenarten – viele davon sehr selten oder vom Aussterben bedroht – beheimatet werden sollen. Orchideen aus Ecuador, Begonien aus Südostasien und fleischfressende Pflanzen bekommen ein neues Zuhause. Und etwa 50 große Bäume, in die Baumhäuser gesetzt werden – zum Entspannen für die Mitarbeiter oder um Meetings abzuhalten.

Es scheint allerdings fraglich, ob die Bedingungen für produktive Termine in den Sphären wirklich gegeben sind. Um die Pflanzen bei Laune zu halten, herrscht tagsüber eine Standardtemperatur von etwa 23 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent. Nachts wird es mit knapp 13 Grad und 85 Prozent Feuchtigkeit endgültig etwas kalt und feucht für ein kreatives Meeting. Es geht aber auch gar nicht darum, dort zu arbeiten, Büros befinden sich nicht in den Sphären. Es soll eher eine Möglichkeit sein, den Alltag einmal hinter sich zu lassen und Kraft für das stressige Geschäft zu sammeln.

Fertigstellung 2018

„Die Idee war, die Leute dazu zu bringen, kreativer zu denken, Ideen zu entwickeln, die sie im normalen Büroraum nicht gehabt hätten“, so Dale Alberda, Hauptarchitekt des Projekts von der Firma NBBJ, die auch schon für Samsung, Google und Tencent gebaut hat. Sitzsäcke und Tischtennisplatten reichen heute nicht mehr, um Büro anders zu denken und Kreativität zu fördern. Apple etwa pflanzt im Firmenhauptquartier in Cupertino zum Beispiel gerade Tausende Bäume, die ein raumschiffartig designtes Bürogebäude einschließen, in dem die Belegschaft arbeiten soll. Da wird schon allein der morgendliche Weg ins Büro ein Erlebnis.

Anfang 2018 will Amazon die Sphären fertigstellen und damit eine ähnlich prägende Marke für Seattle setzen, wie es die Space Needle – ein 184 Meter hoher Aussichtsturm, der zur Weltausstellung 1962 erstellt wurde – bereits ist. Wie viel man sich das Mammutprojekt kosten lässt, möchte man öffentlich lieber nicht preisgeben. Zunächst wird der Bau nur als Rückzugsraum für Amazon-Mitarbeiter dienen, doch es ist nicht ausgeschlossen, dass er zu einem späteren Zeitpunkt auch der breiten Masse zugänglich gemacht wird.

/ Geschrieben von Christoph Pech





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