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Aus den vielen aktuellen News rund um Amazon haben wir auch heute wieder die wichtigsten für Sie zusammengetragen. Heute geht es um eine Kritik der Amazon-Buchhandlungen – die dabei wahrlich nicht gut wegkommen, um das neue Prime-Logo und um die Gerüchteküche rund um den Autoverkauf auf Amazon.

Abstrakte Leere: Mensch mit Löchern im Kopf
© Fona – shutterstock.com

Amazon Buchhandlung: Langeweile und moralische Leere

Die Buchhandlungen von Amazon haben wir in der Vergangenheit bereits recht ausführlich beleuchtet. Ihre Besonderheit: Alle Bücher sind mit kurzen Rezensionen sowie Bewertungen aus der Online-Welt versehen. Preisschilder sucht man als Kunde vergebens, denn wenn man wissen will, was ein Buch kostet, muss man es an einem Scanner oder via App selbst einlesen und nachschauen. – Wie Kunden auf die Buchhandlung reagieren? – Zumindest einen scheint dieses Prinzip ganz und gar nicht anzusprechen: Lars Jensen, Redakteur bei der FAZ.

In einer persönlichen Kritik beschreibt er eine der Amazon-Filialen als „langweiligste Buchhandlung von New York“, in der man „die kulturelle und moralische Leere des Konzerns“ spüren kann. Das Geschäft sei quasi das „Gegenteil einer Buchhandlung“, „denn es wirkt in seinem ästhetischen Stumpfsinn so uninspirierend, dass einem noch beim Tritt über die Schwelle die Lust zum Lesen vergeht.“ Egal, ob die Größe der Buchhandlung, die Einrichtung des Ladens, das Auftreten der Angestellten oder aber die eingeschränkte Auswahl – alles ist bis ins Kleinste durchdacht, um das Amazon-Imperium weiter zu stärken, neue Kunden zu generieren und die Konkurrenz platt zu machen. Jensen präsentiert eine Kritik, die vielen Buchhändlern wohl aus der Seele sprechen dürfte. Funktionieren wird das Amazon-Konzept wahrscheinlich trotzdem.

Neues Logo für Amazon Prime

Ohne großes Tamtam hat Amazon sein Prime-Logo geändert. Im bisherigen Symbol wurde „Prime“ groß und leicht kursiv geschrieben. Der orange-gelbe Haken war leicht geschwungen und an den Enden breiter auslaufend, was ihm sozusagen optischen Schwung verlieh. Mit diesem Schwung ist es nun allerdings vorbei: Wie ein Twitter-Nutzer witzelt, wird der Service nun auch hierzulande „klein geschrieben“.

 

WinFuture schreibt mit Verweis auf GeekWire, dass das Prime-Symbol nun in einer „vollkommen anderen Schriftart“ daherkommt und der Haken verkleinert wurde. Alles in allem wirkt der Schriftzug flacher und weniger dynamisch. In den sozialen Medien liest man bereits einige leicht negative Kommentare – so würde es eher an eine Versicherung erinnern, als zu Amazon passen. Doch auch positives Feedback lässt sich finden, in dem die Neuerung als innovativ und fortschrittlich wahrgenommen wird.

Altes und neues Amazon Prime-Logo nebeneinander
Screenshots: Amazon Prime-Logos, alt und neu © Amazon

Amazon könnte Autoverkauf bald starten

Dass sich Amazon immer wieder neue Ziele setzt und neue Verkaufspotenziale ausschöpfen will, gehört zur DNA des Unternehmens. Auch über einen möglichen Verkauf von Autos gab es in der Vergangenheit schon Spekulationen – die sich nun anscheinend konkretisieren. Wie CNBC mit Verweis auf die Automobilwoche schreibt, ließ der Branchenspezialist Christoph Moeller verlauten, dass er sich künftig für das europäische Autobusiness von Amazon, genauer gesagt für die Zusammenarbeit mit Autoherstellern, verantwortlich zeigt.

Um die neue Sparte voranzutreiben, habe Amazon damit begonnen, auch weiteres Personal einzustellen. Erste Tests könnten in Großbritannien starten und bei Erfolg dann auch auf andere europäische Länder ausgeweitet werden. Offizielle Statements zu den Plänen fehlen – wie gewohnt – noch.

 

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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