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Für den gesamten März lockert Amazon in den USA seine Anwesenheitsregelungen. Damit will der Konzern auf mögliche Ausfälle wegen des Coronavirus reagieren.

Amazon Logistikzentrum
Frederic Legrand - COMEO/Shutterstock.com

Das Coronavirus ist längst auch in den USA angekommen – es gibt bereits etwa 500 bestätigte Fälle – und trifft auch große Tech-Konzerne. Apple zum Beispiel hat seinen Mitarbeitern weltweit Home Office verordnet, zumindest sofern dies möglich ist. E-Commerce-Riese Amazon ist zu einem großen Teil auf Mitarbeiter vor Ort angewiesen, gerade in den Logistiklagern. In den USA und Italien sind bereits Amazon-Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt. Nun reagiert der Konzern mit neuen Regelungen, die im März gelten sollen.

Amazon lockert im Zuge der Corona-Epidemie die Regelungen für die Anwesenheit der Mitarbeiter, die normalerweise sehr strikt sind. Der Konzern hat die Belegschaft darüber informiert, dass bis Ende März unbezahlte Auszeiten nicht angerechnet werden. Wer aufgrund von Krankheit zu Hause bleiben muss, soll zunächst keine Konsequenzen fürchten müssen. Die Regelungen gelten Cnbc zufolge für jene Mitarbeiter, die gezwungenermaßen im Büro, im Geschäft, im Fulfillment Center oder im Lieferbereich arbeiten.

Anwesenheitspunkte ausgesetzt

Wer nicht in der Lage ist, zur Arbeit zu kommen, werde zudem keine Anwesenheitspunkte erhalten. Amazon nutzt ein Punktesystem, um innerhalb einer vorgegebenen Zeit Verstöße der Mitarbeiter zu verfolgen. Damit weitet Amazon sein Vorgehen in Bezug auf die Krise auf seine gesamte Belegschaft aus. Bereits seit vergangener Woche galt ein Home-Office-Gebot für Mitarbeiter in San Francisco, Seattle und Bellevue, Washington.

Amazon hat darüber die Frequenz und Intensität der Reinigungen in all seinen Räumlichkeiten erhöht. Mitarbeiter sollen sich die Hände waschen und Desinfektionsmittel nutzen. Arbeitsbereiche und Fahrzeuge sollen am Beginn und am Ende der Schicht gereinigt und desinfiziert werden. Außerdem wird den Mitarbeitern von nicht notwendigen Reisen abgeraten und Vorstellungsgespräche werden per Video durchgeführt. Amazon arbeite mit medizinischen Experten zusammen, um sicherzustellen, dass die richtigen Vorkehrungen getroffen werden, erklärte Amazon in einem Statement.

/ Geschrieben von Christoph Pech