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Namhafte Drogisten wie dm und Rossmann oder auch der Parfümeriespezialist Douglas ziehen gegen Amazon ins Feld. Grund sind Kosmetikprodukte, die auf dem Amazon-Marktplatz angeboten werden, aber eigentlich nicht verkehrsfähig sind.

Stoppschild an einer alten Mauer
© ALEXANDER V EVSTAFYEV / Shutterstock.com

Auf dem Marktplatz von Amazon finden sich Millionen verschiedener Produkte aus den unterschiedlichsten Kategorien. Was in der Theorie aus Kundensicht wie ein Shopping-Paradies anmutet, bringt in der Praxis allerdings auch jede Menge Probleme mit sich. Denn auf dem Amazon Marketplace finden sich auch immer wieder Produkte, die dort eigentlich gar nicht verkauft werden dürften, da sie nicht mit hiesigen Standards und Gesetzen konform sind.

Nicht zuletzt bei Produkten im kosmetischen Bereich sind solche Produktlistungen höchst heikel, da ihr Verkauf nicht nur untersagt ist, sondern auch den freien und seriösen Wettbewerb untergräbt. Hinzu kommt, dass sie auch gesundheitliche Risiken bergen können: In schlimmen Fällen sind sie beispielsweise in der Lage, Allergien auszulösen oder Schlimmeres.

Rossmann, dm und Douglas schreiben Brandbrief an Regierung

Wie Business Insider Deutschland berichtet, ziehen die drei Unternehmen dm, Rossmann und Douglas nun gemeinsam gegen Amazon ins Feld: In einem Brandbrief an die Bundesregierung verweisen sie auf eben solche Produkte, die in Deutschland oder der EU nicht verkehrsfähig und dennoch auf Plattformen zu finden sind.

Darüber hinaus fordern sie, dass die neuen, digitalen Vertriebswege ebenso effektiv kontrolliert werden sollen wie der stationäre Handel. Und – was für den Online-Handel eine gravierende Bedeutung haben könnte – dass Amazon und andere Plattformen wie etwa Ebay bei Verstößen eine Mithaftung übernehmen müssen.

Gründe für den Brandbrief gegen Amazon

Nach Informationen von Spiegel Online hat erst jüngst eine neue Studie gezeigt, dass bei einer stichprobenhaften Analyse nicht verkehrsfähige Kosmetikprodukte gelistet waren: Dabei wurden 24 Artikel aus der entsprechenden Marktplatz-Kategorie analysiert: „Alle überprüften Produkte sind sogenannte Topseller, also Artikel, die besonders häufig über die Seite bestellt wurden. Die Produktpalette reicht von Fettverbrennercreme über Brustvergrößerungsöl bis zu schwarzen Gesichtsmasken. Die wenigsten Artikel findet man hierzulande im stationären Handel - und das offenbar aus gutem Grund“, schreibt das Portal.

Bei den zwei Dutzend Produkten, die im Rahmen der Analyse näher betrachtet wurden, seien sage und schreibe „93 Einzelverstöße gegen die EU-Kosmetikverordnung festgestellt“ worden. Nur bei zwei Artikel seien die Waren ohne Beanstandungen und hierzulande ohne Einschränkungen verkehrsfähig gewesen. Die Prüfer haben sich unter anderem die Inhaltsstoffe der Kosmetikprodukte, aber auch die Umsetzung der nötigen Deklarationspflichten angeschaut.

In einem Fall sei das Produkt – nämlich ein Mittel gegen Haarausfall – „so stark mit pathogenen Keimen belastet“ gewesen, dass man umfassendere Maßnahmen ergreifen musste: Nicht nur Amazon wurde hier über die Resultate informiert, auch die zuständigen Behörden wurden vom Labor über die Gefährdung der potenziellen Kunden informierte. Daraufhin wurde das Listing gelöscht.

 

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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