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Immer wieder versucht Amazon, sich von seiner besten Seite zu zeigen und auch mit Wohltätigkeitsprojekten von sich Reden zu machen. Doch im Rahmen des entsprechenden Programms „Amazon Smile“ sollen Kunden zum Teil in die Irre geführt worden sein – prangert die Organisation Foodwatch an.

Amazon-Karton mit traurigem Smiley
© Tina Plewinski

Wenn Amazon gehofft hat, mit seinem Wohltätigkeitsprogramm Amazon Smile nur positive Schlagzeilen zu erhaschen, ist dieses Vorhaben nun gründlich schief gegangen. Denn die Organisation Foodwatch wirft dem Unternehmen Irrführung vor. In einer entsprechenden Mitteilung schreibt der Lebensmittel-Verein:

„Wir möchten Sie vor der neuen Spendenplattform von Amazon warnen. Die Seite unter dem Namen ‚AmazonSmile‘ hat den Eindruck erweckt, Sie könnten durch Ihren Einkauf bei Amazon unsere Arbeit unterstützen. Dieser Eindruck ist falsch! Weder ist foodwatch an der Plattform beteiligt noch kam bei uns irgendwelches Geld von Amazon an“.

Was genau ist Amazon Smile?

Amazon Smile ist eine Amazon-eigen Seite, über die sich Kunden kostenlos anmelden können. Tun sie dies, ist es ihnen möglich, aus einer Liste gemeinnütziger Organisationen eine Institution zu wählen, die sie mit ihrem Einkauf gern unterstützen möchten. Von jeder Bestellung spendet Amazon dann 0,5 Prozent des Einkaufspreises.

Wo liegt das Problem mit Amazon Smile?

Foodwatch beschreibt das Problem folgendermaßen: „Der Haken: Sie können nach jeder beliebigen [Organisation] suchen – und auch solche auswählen, die sich überhaupt nicht für AmazonSmile registriert haben. Und dies vielleicht auch gar nicht wollen.“ So sei beispielsweise Foodwatch bisher als Organisation aufgeführt worden. Allerdings, ohne vorher von Amazon gefragt worden zu sein. „Ohne unsere Zustimmung führte uns Amazon dennoch in seiner Liste. Und das, obwohl wir von Amazon gar kein Geld annehmen würden“, schreibt Foodwatch weiter.

Da Amazon mittlerweile selbst mit Lebensmitteln handelt, würde Foodwatch eine entsprechende Kooperation grundsätzlich ausschließen, da dies nicht mit den eigenen Prinzipien vereinbar wäre und man unabhängig von der Lebensmittelwirtschaft bleiben möchte.

Wie hat Foodwatch reagiert?

Um Kunden nicht länger in einem Irrglauben zu lassen, hat sich Foodwatch direkt an Amazon gewandt und darum gebeten, von der Amazon Smile-Liste gelöscht zu werden. Dies sei bereits geschehen, dennoch ließ Amazon Kunden „über eine lange Zeit“ in dem Glauben, Foodwatch mittels Spenden zu unterstützen. „Und sie haben dies auch getan, wie uns Amazon völlig überraschend in einem Brief mitgeteilt hat. Wenn wir uns für Smile registrierten, so hieß es in dem Schreiben, könnten wir uns unsere ersten Spendengelder abholen – aber genau das wollten wir ja gar nicht! Wie viele Menschen uns über Amazon ausgewählt und dann im guten Glauben ihre Bestellung aufgegeben haben, das wissen wir nicht“, berichtet Foodwatch. „Bei foodwatch ist zu keinem Zeitpunkt Geld angekommen und wird es auch in Zukunft nicht.“

Wie hat Amazon reagiert?

Auf Bitten von Foodwatch hat Amazon – wie bereits erwähnt – den Verein von der Amazon Smile-Liste genommen. Suchen Kunden nun nach „Foodwatch“, erscheint allerdings der Vermerk „foodwatch e. V. ist derzeit nicht für das AmazonSmile-Programm zugelassen“. – „Unfassbar“, findet die Organisation, denn dies vermittle den Eindruck, als würde Foodwatch „irgendwelche Spendenkriterien von Amazon nicht erfüllen“. Aber „richtig ist allein: Wir haben uns dazu entschieden, kein Geld von Amazon anzunehmen, und wir wehren uns dagegen, dass hier ein falsches Spiel mit Menschen getrieben wird, die unsere Arbeit unterstützen wollen!“

Statement von Amazon

Amazon selbst hat sich auf Nachfrage über einen Sprecher geäußert und ließ verlauten: „AmazonSmile ist ein einfacher Weg für Kunden mit jedem Einkauf eine gemeinnützige Organisation zu unterstützen – ohne zusätzliche Kosten für Kunden oder Organisationen. Amazon kooperiert mit dem IT-Portal für Non-Profit-Organisationen ‚Stifter-helfen.de‘. Die dort registrierten Organisationen werden als potenzielle Beitragsempfänger auf AmazonSmile geführt – sollte eine Organisation keine Listung auf AmazonSmile wünschen, so kann sie sich einfach unter org.amazon.de an uns wenden. Kunden, die mit ihren Einkäufen über AmazonSmile foodwatch unterstützt haben, werden gebeten, eine andere Organisation auszuwählen, an die der entsprechende Betrag weitergegeben werden kann.“

Für andere gemeinnützige Organisationen heißt dies jedoch auch: Amazon behält sich vor, beliebige Institutionen zu listen – und diese erst auf Verlangen wieder zu löschen. Die Organisationen müssen also selbst darauf, dass Amazon sozusagen nicht in ihrem Namen für Amazon Smile wirbt, wenn sie das nicht wollen.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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