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Amazon will die Lieferung von Paketen für die Kunden noch komfortabler gestalten. Möglich soll dies mit einem neuen Service werden, in dessen Mittelpunkt die privaten Autos der Nutzer stehen.

Kofferraum, der geöffnet wird.
© piya Sukchit / Shutterstock.com

Viele US-amerikanische Kunden von Amazon dürfen sich freuen: Denn das Unternehmen hat einen neuen Service eingeführt, der den Empfang bestellter Sendungen noch einfacher und angenehmer machen soll. In insgesamt 37 Städten innerhalb der USA können sich Nutzer fortan ihre bestellten Waren in den Kofferraum liefern lassen.

Der Dienst ist unter dem Namen „Amazon Key“ aktiv – übrigens genau wie der recht neue Amazon-Service in den USA, bei dem die Paketboten einen digitalen Schlüssel der Kunden erhalten und die Bestellungen selbstständig bis in die Wohnung und Häuser liefern (auch, wenn diese nicht zu Hause sind).

Amazon Kofferraum-Lieferung aktuell nur mit wenigen Automarken nutzbar

Wie bereits üblich, handelt es sich bei der neuen Kofferraum-Lieferung um einen Dienst, der ausschließlich für Prime-Kunden gedacht ist. Außerdem dürfen sich die Geldbeutel der US-Premium-Mitglieder freuen, denn der Service ist zum Start kostenfrei. Um ihn nutzen zu können, wird lediglich eine spezielle App benötigt, mit der die Kunden Amazon den „Zugriff auf die Verriegelung des Kofferraums ihres Pkw erlauben – entsprechend ist der Service nur mit vernetzten Autos möglich“, schreibt Golem.

Verfügbar ist die Amazon Key Kofferraum-Lieferung aktuell auch nur für einige wenige ausgewählte Automarken, nämlich Fahrzeuge von Volvo und Chevrolet, Cadillac, Buick sowie GMC. Und das auch nur, wenn das Auto nach 2015 hergestellt wurde und über ein sogenanntes On-Star- oder On-Call-Konto verfügt, wie es weiter heißt.

Und wie genau funktioniert das dann?

Wenn das Paket kurz vor der Auslieferung steht, meldet sich Amazon beim entsprechenden Kunden, sodass dieser prüfen kann, ob sein Auto auch richtig steht – nämlich in einem definierten Liefergebiet. Dort soll das Fahrzeug dann innerhalb eines vierstündigen Zeitfensters mit der Sendung bestückt werden.

Der Paketbote erhält über die genannte App den Zugang zum Kofferraum, wobei der Kunde (ebenfalls via App) genau nachverfolgen kann, wann sein Auto geöffnet und wieder verschlossen wurde. Darüber hinaus erhält er zum Zeitpunkt der Öffnung eine separate Nachricht.

Um die größtmögliche Sicherheit zu garantieren, will Amazon bei jeder Anfrage auf Zugriff eines Kofferraums via App überprüfen, ob es sich auch wirklich um den richtigen Fahrer handelt, der diese Anfrage absendet. Auf diesem Weg soll verhindert werden, dass sich Fremde Zugriff mithilfe der App verschaffen.

Kofferraum-Lieferung ist nicht komplettes Neuland

Ganz neu ist die Lieferung in den Kofferraum übrigens nicht. Auch in Deutschland hatte Amazon in der Vergangenheit entsprechende Tests durchgeführt. Bereits 2015 berichteten wir über einen solchen Testlauf, der in München und auf Basis einer Kooperation zwischen DHL und Audi stattfand.

Die Versendung bestellter Pakete zum Kunden ist immer ein kritisches Thema. Denn einerseits wollen Unternehmen die Lieferung für die Kunden so angenehm wie möglich machen. Andererseits ist die sogenannte „letzte Meile“ (also der letzte Abschnitt des Versandweges) immer auch mit hohen Kosten und viel Mühe verbunden. Für die Marktteilnehmer gilt es hier, passende und vor allem wirtschaftliche Wege zu finden.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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