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Der Amazon Prime Day wurde groß angekündigt: Ob online oder im Fernsehen – die Werbetrommel wurde massiv gerührt und alle Register gezogen, um diesen Shopping-Tag bestmöglich anzupreisen. Während viele deutsche Kunden eher ernüchtert waren, scheint das Event in den USA bahnbrechende Erfolge zu feiern. Händler sollen teils gigantische Umsatzsprünge gemacht haben. Die Verbraucherzentrale wiederum kritisiert derweil die Aktion.

Amazon vereinbart Vertriebsbeschränkungen.

(Bildquelle latenightnonsense_amazon_logo: Adrienne Third via Flickr.com, bestimmte Rechte vorbehalten)

Amazon hatte schon viele Aktionstage (und -wochen): Bekannt ist hierzulande besonders der jährliche Cyber Monday. In den USA hingegen gilt der Black Friday (der jedes Jahr am Freitag nach Thanksgiving begangen wird) als eines der größten Shopping-Events des Jahres. Doch selbst diesen lukrativen Tag, der immer wieder Rekorde verzeichnet, schien Amazon mit seinem kürzlich veranstalteten Amazon Prime Day getoppt zu haben.

Amazon und Amazon-Händler verbuchen enorme Erfolge am Prime Day

Greg Greeley, Vice President Amazon Prime, gab bekannt, dass man mit dem Prime Day die höchsten Bestellraten des Black Friday 2014 übertroffen habe. „Prime-Mitglieder haben bereits in den ersten 15 Minuten Zehntausende Fire TV Sticks, 35.000 Herr der Ringe Blu-Ray-Sets […] und 4.000 Echo-Geräte gekauft. […] Außerdem haben wir 1.200 der 999 Dollar-TV-Geräte in weniger als 10 Minuten verkauft.“

Doch Amazon ist nicht der einzige Mitspieler, der von der digitalen Rabattschlacht des Amazon Prime Day profitierte: Wie internetretailer.com schreibt, gab es Berichte von Amazon-Händlern, die bereits um die Mittagszeit ihren Umsatz im Tagesvergleich mit dem Vorjahr um 80 Prozent steigern konnten.

Prime Day: Amazon-Server ächzten unter dem Kundenansturm

Worum es Amazon eigentlich ging, war nicht der schnelle Erfolg an einem Tag. Vielmehr ging es darum, viele Tausende neue Prime-Kunden zu gewinnen, die auf lange Sicht Millionen in die Kassen des Anbieters spülen. Und dies dürfte der Konzern tatsächlich geschafft haben. Zwar hält sich der Amazon – wie gewöhnlich – mit Zahlen bedeckt, doch es gibt ein Indiz, wie groß der Ansturm war:

Wie ein Monitoring-Unternehmen festgestellt haben will, ließ sich die Anmeldeseite für Amazon Prime am frühen Mittwoch nur sehr langsam laden – der User-Strom dürfte also beachtlich gewesen sein. Die „Try Prime“-Seite auf Amazon.com (also die Seite für die Probe-Mitgliedschaft) soll bereits am Vormittag mehr als 11 Sekunden gebraucht haben, um zu antworten. Alles in allem war der Server unter der Last der Kundenanfragen also zeitweise überlastet.

Verbraucherzentrale kritisiert Amazon Prime Day

Nicht nur in der Online-Branche hat der Amazon Prime Day kräftig Staub aufgewirbelt. Auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat ihren Blick auf das Shopping-Spektakel gerichtet. Sie kommt zu dem Schluss, dass dieser „schräge“ Schnäppchen-Tag durchaus kritisch zu betrachten sei.

Zum einen seien – aber das ist im Zuge solcher Aktionen grundsätzlich nichts Neues – „viele Rabatte aufgeblasen“. So weit, so kundenunfreundlich. Fast schlimmer ist jedoch, dass der Tag die Kunden in zwei Klassen unterteilt: nämlich in Prime-Mitglieder (die von der Aktion profitieren) und in Nicht-Prime-Mitglieder (die als Kunden zweiter Wahl ausgeschlossen werden).

Die Verbraucherzentrale sieht den Amazon Prime Day als „Belohnung für diese Elite-Kundschaft“. Schon das Marketing sei daher von „der grenzwertigen Art“, da es auf Nicht-Prime-Mitglieder so wirkt, „als drehe Amazon ihnen die lange Nase. Es sei denn, sie beugen sich dem Werbedruck und treten umgehend dem Erste-Klasse-Club bei“.

Trotz des Tadels dürfte Amazon jedoch frohen Mutes auf den Prime Day zurückblicken. Entsprechend dem Kundenansturm und den (spekulativ) gigantischen Zahlen neuer Prime-Kunden, dürfte Amazon mal wieder alles richtig gemacht haben – zumindest aus eigener Sicht.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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