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Amazon wurde von Senatoren dazu aufgefordert, Details zum „Amazon's Choice“-Label offen zulegen. Sie befürchten eine Manipulation durch Fake-Reviews.

Amazon Website auf Tablet
Kaspars Grinvalds/shutterstock.com

Die Vorgehensweise, wie Amazon sein Label „Amazon's Choice“ auf dem Marktplatz vergibt, hat der Konzern bislang nie offen gelegt. Geht es nach zwei US-Senatoren, soll sich das bald ändern. In einem Brief haben sich die beiden Politiker jetzt mit der Frage an den US-Konzern gewandt, ob Menschen oder Algorithmen die Entscheidung über die Vergabe des Labels treffen. Sie befürchten, dass diese Entscheidungen durch gefälschte Bewertungen manipuliert werden könnten und potenzielle Kunden so in die Irre führen.

Bis zu 300 Prozent mehr Verkäufe

Der Brief folgte als Reaktion auf eine Untersuchung des Newsportals Buzzfeed, welche festgestellt haben soll, dass viele Produkte aus der Kategorie „Choice“ eine schlechte Qualität haben oder das eigene Rating durch gefälschte Reviews aufgewertet wurde. Amazon selber betont, man „arbeite hart" daran, um sicherzustellen, dass die Bewertungen korrekt und echt sind.

Wie die BBC schreibt, haben Studien bereits festgestellt, dass Produkte mit dem „Amazon's Choice“-Label deutlich besser verkauft werden, teilweise sogar um bis zu 300 Prozent mehr. „Wir sind besorgt, dass das Abzeichen auf willkürliche Weise vergeben wird, oder schlimmer noch, basierend auf betrügerischen Produktbewertungen“, so die Bedenken der beiden Demokraten Bob Menendez und Richard Blumenthal. Die fehlende Transparenz darüber, welche Produkte genau das Label verliehen bekommen, hindere Konsumenten daran, eine „informierte Entscheidungen“ zu treffen.

Amazon rechtfertigt Praktik

Die Senatoren pochen deswegen auf eine vollumfängliche Aussage darüber, ob die Label-Vergabe von Menschen überprüft wird, um fehlerhafte oder schlechte Entscheidungen auszuschließen. Dies könnte dazu führen, dass Amazon sein Vorgehen ändern muss. „Oder wir zwingen sie dazu, sich durch eine Bundesaufsichtsbehörde oder eine Gesetzgebung zu ändern“, heißt es weiter. Amazon hat sich inzwischen ebenfalls in einem Statement geäußert: „Amazon investiert erhebliche Ressourcen, um die Integrität der Bewertungen in unserem Shop zu schützen, da wir wissen, dass die Kunden die Erkenntnisse und Erfahrungen andere Nutzer schätzen.“ Weiter heißt es, Amazon verwende sowohl menschliche Ermittler als auch automatische Werkzeuge zum Auffinden und Entfernen gefälschter Bewertungen.

Amazon hat nun bis zum 16. September Zeit, um sich zu äußern.

/ Geschrieben von Corinna Flemming





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