Eine schockierende Entdeckung machte ein Mann in seinem Amazon-Paket: Der Online-Händler hatte ihm eine Schusswaffe statt des bestellten Fliegengitters geschickt.

Schusswaffen auf Tisch
Ashley-Belle Burns / Shutterstock.com

Don Thompson, ein 78-jähriger Mann aus dem US-Bundesstaat Colorado, ist ein guter Kunde von Amazon. An manchen Tagen bestellt er vier bis fünf Pakete. Bisher sei auch fast immer alles gut verlaufen: Laut eigener Aussage gäbe es in rund fünf Prozent der Fälle Fehler bei den Bestellungen.

Jetzt hat sich der Online-Händler allerdings einen sehr gefährlichen Fehler erlaubt. Statt des bestellten Fliegengitters wurde Don Thompson eine Schrotflinte geschickt. „Ich war völlig verblüfft. Es ist erschreckend, absolut erschreckend für mich“, so Thompson bei cbsnews.

Das Schockierende: Amazon verkauft eigentlich keine Schusswaffen. Es ist also völlig unklar, wie das Gewehr überhaupt erst in das Fulfillment-Center gelangen konnte, um dann an den ahnungslosen Don verschickt zu werden. Laut der Tracking-Nummer auf dem Paket wurde die Waffe von einem Amazon-Auslieferungszentrum in Aurora, Illinois, versendet.

Schusswaffe als gestohlen gemeldet

Vor allem die Tatsache, welche schlimmen Folgen die Verwechslung der Bestellung hätte haben können, wenn das Gewehr in falsche Hände geraten wäre, verunsichert den 78-Jährigen massiv. Die hinzugerufene Polizei hat das Gewehr in Obhut genommen und konnte inzwischen herausfinden, dass dieses als gestohlen gemeldet wurde. Allerdings stehe man noch ganz am Anfang der Ermittlungen.

Amazons Kundenservice hat sich inzwischen bei Don Thompson gemeldet und für den Vorfall entschuldigt. „Es tut mir schrecklich leid zu hören, dass wir Ihnen eine Feuerwaffe anstelle des von Ihnen gekauften Fliegengitters geliefert haben. Das ist sicherlich nicht das, was unsere Kunden erwarten sollten, und ich kann Ihnen versichern, dass die Schusswaffe unbeabsichtigt geliefert wurde“, heißt es vom Online-Händler.

Der E-Commerce-Riese werde intern eine Untersuchung durchführen, um sicherzustellen, dass ein solcher Fehler nicht noch einmal passiert. Als Entschädigung wurde dem Kunden ein Amazon-Gutschein über 250 Dollar angeboten. Außerdem wurde sei ihm das Geld für sein eigentlich bestelltes Produkt erstattet worden.

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/ Geschrieben von Corinna Flemming




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