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Amazon macht im Modemarkt ernst: Das Unternehmen hat still und leise gleich sieben eigene Bekleidungsmarken gestartet. Insgesamt umfasst das Angebote von Amazon 1.800 Produkte – und dort soll offenbar noch lange nicht Schluss sein.

Anzug in der Herstellung
© essentialimage - Fotolia.com

Amazon hat sieben eigene Modelabels gestartet und will damit offenbar den Bekleidungsmarkt aufrollen. Wie Business Insider unter Berufung auf Ed Yruma, einem Analysten von KeyBanc Capital, berichtet, könnte Amazon seine Modepläne noch weiter ausbauen. Das Unternehmen vertreibt bereits die insgesamt 1.800 Produkte der eigenen Labels über seinen Online-Shop.

Die Modelabels heißen Franlin & Freeman, Franklin Tailored, James & Erin, Lark & Ro, North Eleven, Scout + Ro und Society New York. Das Angebot dieser Labels reicht dabei von Herrenschuhen über Schals bis hin zu Babybekleidung. Zudem sollen die Produkte offenbar massentauglich und günstig sein: Ein Herrenanzug sei nach Angaben von Business Insider für weniger als 300 US-Dollar (etwa 270 Euro) zu haben. Die Looks sollen an UNIQLO oder H&M erinnern.

Retourenquote könnte Amazons Kassen belasten

„Amazon wird die eigenen Labels selektiv nutzen, was das Angebot erhöhen dürfte und traditionelle Mode-Händler davon überzeugen könnte, auf Amazon zu verkaufen“, kommentierte Yruma die Pläne laut WWD. „Mode ist eine große Kategorie, die stark fragmentiert ist.“ Ein erfolgreicher Start im Modebereich könnte Amazons Gewinne deutlich erhöhen, schätzt Yruma. So könnte der Gewinn bereits im nächsten Jahr um 25 Cent pro Aktie steigen.

Trotzdem bringt der Einstieg in den Modebereich auch eine größere Herausforderung und Belastung mit sich: Die Retourenquoten sind bei Mode traditionell hoch. Und jede Retoure kostet einen Händler Geld – und das abgesehen davon, dass das Produkt selbst nicht verkauft wurde. Schließlich ging es trotzdem durch die Lieferkette und wurde bearbeitet.

Noch sind die Marken in Deutschland nicht verfügbar, doch wie man es von Amazon kennt: Wenn das Unternehmen mit den eigenen Modelabels Erfolg hat, dürfte es sich auch schnell dazu überwinden, Menschen in anderen Ländern einkleiden zu wollen.

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers





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