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Weil es in der Vergangenheit Probleme mit den Überwachungskameras von Ring gab, sehen Amazon und die Amazon-Tochter Ring nun einer Sammelklage entgegen.

Türklingel der Amazon-Tochter Ring
BrandonKleinVideo / Shutterstock.com

Mit „Ring“ hat Amazon eine Unternehmenstochter an der Hand, die sich ganz auf Sicherheits- und Überwachungssysteme spezialisiert hat – ein Bereich, der gerade auch mit Blick auf Eigenheimbesitzer und Smart Home große Potenziale birgt.

Doch in den vergangenen Wochen und Monaten waren die Schlagzeilen rund um Ring nicht die besten: Meldungen, dass sich Fremde Zugriff auf Kameras verschafften und somit auf digitalem Wege beispielsweise in ein Kinderzimmer eindrangen, brandeten durch die Medien (wir berichteten). Auch der Umgang mit privaten Aufnahmen der Überwachungskameras wurde bereits kritisch diskutiert.

Nun wurde in den USA Klage gegen Amazon und Ring eingereicht. Auch im vorliegenden Fall geht es um Sicherheitsprobleme mit der Überwachungstechnologie und Zugriff durch Unbefugte.

Fremder soll Kinder beim Spielen über Ring-System angesprochen haben

Wie Winfuture mit Verweis auf das Online-Magazin Gizmodo berichtet, strengte ein Vater die Klage an, nachdem sich Fremde Zugriff auf sein Ring-System verschafft hatten: Seine drei Kinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren seien demnach beim Basketballspielen von einer unbekannten Stimme durch das Lautsprechersystem direkt angesprochen worden, heißt es dort. Aus der Anklageschrift ließe sich außerdem entnehmen, dass ein Fremder die Kinder ermunterte, näher an die Kamera heranzutreten.

Auf diesen Vorfall hin habe der Vater nicht nur das entsprechende Passwort der Kamera geändert, sondern auch die sichere Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert. „In der Klage wird nun angeführt, dass der Zugriff eine ,direkte und unmittelbare‘ Folge des Versäumnisses von Ring war, seine Kamerasysteme ordnungsgemäß gegen unbefugten Zugriff zu sichern“, heißt es bei Winfuture weiter. Ring habe demnach seine Pflicht versäumt, die hauseigenen Systeme gegen Cyberangriffe abzusichern.

Zu einer Sammelklage kam es demnach, weil sich auch andere Familien der Klage anschlossen, die ähnliche Fremdzugriffe bzw. Vorfälle erfahren hatten.

Ring: „Wir nehmen den Datenschutz und die Sicherheit der personenbezogenen Daten unserer Kunden sehr ernst“

Ring selbst hatte – auch gegenüber dem Amazon Watchblog – in der Vergangenheit betont, dass man großen Wert auf die Sicherheit der sensiblen Kundendaten lege. Auch hätten es Kunden im Rahmen der Vorfälle versäumt, die möglichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und beispielsweise eine Zwei-Wege-Authentifizierung einzurichten. Aus der Klageschrift sei laut Gizmodo darüber hinaus zu entnehmen, dass die Login-Daten des Klägers im Zuge eines Datenlecks aufgetaucht seien.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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