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In den USA ist Amazon bereits mit einigen Konzepten im stationären Handel aktiv. Nun will der Konzern auch in Europa auf die Fläche.

Filiale von Amazon Go: kassenloser Supermarkt
MariaX / Shutterstock.com

Bereits Anfang des Jahres gab es Gerüchte, nach denen Amazon ein Auge auf Großbritannien geworfen hat und mit seiner kassenlosen Supermarktkette Amazon Go dorthin expandieren möchte. Nun kommt Bewegung in diese Pläne: Offenbar hat der Konzern bereits Verträge für zehn Geschäfte geschlossen, wobei die erste Amazon-Go-Filiale ihre Pforten in Notting Hill, London öffnen soll, schreibt das britische Portal Retail Insight Network mit Verweis auf die Sunday Times.

30 Amazon-Go-Filialen für Großbritannien?

Bei diesen zehn Geschäften soll es allerdings längst nicht bleiben: Konkret visiert Amazon demnach die Eröffnung von insgesamt 30 seiner Go-Supermärkte in Großbritannien an – jeweils in der Nähe wichtiger Verkehrsknotenpunkte. Auf diese Weise könne das Unternehmen den Bedürfnissen vielbeschäftigter Pendler unter Zeitdruck nachkommen, die sich durch die integrierten Amazon-Technologien eben nicht in Warteschlangen an der Kasse anstellen müssten und so viel Zeit sparen können.

„Amazon Go-Filialen sind in Großbritannien längst überfällig. Ich dachte, sie würden bereits im letzten Jahr kommen, dann habe ich lange nichts von ihnen gehört“, zitiert Retail Insight Network den ansässigen Marketing-Experten Marcio Delgado. Jede Initiative im stationären Einzelhandel sei seiner Meinung nach zu begrüßen, wenn sie den Kunden Komfort biete bzw. ihnen das Leben erleichtere. „Ganz zu schweigen von den Arbeitsplätzen, die möglicherweise in Zeiten geschaffen werden, in denen unsere Wirtschaft einen Aufschwung vertragen könnte.“

Amazon Go: Schnelle Snacks und Mahlzeiten für Pendler – ganz ohne Anstehen

Das Geschäftskonzept von Amazon Go ist klar strukturiert: Das Sortiment umfasst eine Vielzahl von Snacks und Mahlzeiten, egal ob zum Frühstück, Mittag oder für Zwischendurch. Diese stammen entweder aus den hauseigenen Küchen vor Ort, in denen sie von den angestellten Küchenchefs frisch zubereitet werden, oder aus regionalen Küchen und Bäckereien sowie von nationalen Lebensmittelmarken.

Das besondere „Just Walk Out Shopping-Erlebnis“, wie Amazon es nennt, wird durch eine komplexen Einsatz von Technologie ermöglicht. Kunden benötigen beim Eintritt in den Supermarkt lediglich die entsprechende Amazon-App, durch die sie sich mittels QR-Code am Eingang identifizieren. Alle Produkte, die sie aus den Regalen nehmen und kaufen wollen, werden durch Kameras und Sensoren erfasst. Auch ein Zurücklegen von Produkten ist demnach kein Problem. Vor Verlassen des Ladens ist es nicht notwendig, die Produkte extra einzuscannen oder sich an einer Kasse anzustellen. Der Einkaufswert wird dann einfach über das Amazon-Konto abgebucht.

 

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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