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In Europa gibt es für Amazon durchaus noch weiße Flecken auf der Landkarte. Doch diese sollen nun offenbar geschlossen werden.

Rotes Haus in Schweden am Wasser
by-studio / Shutterstock.com

In den vergangenen Jahren wurde oft darüber spekuliert, wann Amazon jene Märkt in Europa in Angriff nimmt, in denen der Online-Riese noch nicht vertreten ist. So hatte der Konzern erst im März die niederländische Plattform Amazon.nl offiziell gestartet. Nun soll bald schon der nächste länderspezifische Marktplatz an den Start gehen – weiter nördlich, nämlich in Schweden.

Amazon konzentriert sich auf Kundenbedürfnisse

Schwedische Kunden, die über Amazon Produkte bestellen wollen, müssen derzeit noch auf andere Länderseiten, beispielsweise auf die deutsche, die britische oder die französische Seite zurückgreifen, was meist mit hohen Versandkosten und langen Lieferzeiten verbunden ist. Doch die Vorbereitungen für eine eigene Länderseite laufen.

„Wir sind optimistisch, dass wir letztendlich das Vertrauen schwedischer Kunden gewinnen können, indem wir uns auf jene Dinge konzentrieren, von denen wir glauben, dass die Kunden den größten Wert drauflegen – niedrige Preise, eine große Auswahl und eine schnelle Lieferung“, zitiert Reuters Online Alex Ootes, Vizepräsident für die EU-Expansion bei Amazon. Man wolle dort „ein vollständiges Einzelhandelsangebot“ einführen.

Einen Termin für den schwedischen Marktplatz gibt es noch nicht

Wann genau Amazon den hauseigenen schwedischen Marktplatz eröffnet, ist bislang nicht bekannt. Auch habe der Konzern keine Informationen darüber verlauten lassen, ob er in Schweden eigene Lager oder Verteilzentren schaffen will. Allerdings bestätigte der Logistikdienstleister Kühne und Nagel laut Reuters den Bau einer logistischen Einrichtung in Eskilstuna, einer Stadt etwa 100 km westlich der Hauptstadt Stockholm.

Laut einer Analyse aus dem vergangenen Jahr könnten für Amazon vor allem Waren wie etwa Sportartikel, Autoteile und allgemeine Handelsprodukte die größten Potenziale haben. Handels-Experten wie Gerrit Heinemann hatten einen Markteinstieg Amazons in Skandinavien – unter anderem wegen der dortigen geringen Bevölkerungsdichte – eher für unwahrscheinlich gehalten, wie er in einer Analyse über Amazons Expansionsstrategie bei OnlinehaendlerNews erklärt hatte.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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