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Es klingt kurios, doch scheinbar hat ein ehemaliger Amazon-Logistik-Mitarbeiter jahrelang Amazon beklaut. Erstaunlich, wenn man bedenkt, welche Sicherheitsvorkehrungen der Online-Riese an den Ausgängen seiner Lager installiert hat. Jetzt wurde der Diebstahl verurteilt.

Handschellen auf Holz
© spaxiax – shutterstock.com

Amazon Logistik-Lager sind sehr gut ausgestattet. Diebstahl eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man an das Sicherheitspersonal und die Schranken am Einlass denkt. Und doch, so wurde jetzt bekannt, gelang es einem – mittlerweile ehemaligen Logistik-Angestellten – Amazon über Jahre hinweg zu beklauen.

Ware an Ausgangskontrolle vorbeigeschmuggelt

Wie die Hessische Niedersächsische Allgemeine berichtet, wurden dem 43-Jährigen Ex-Amazon-Mitarbeiter 46 Diebstähle vorgeworfen. Die geklaute Ware, bei der es sich vor allem vom Festplatten und Prozessoren handelt, habe er dann bei Ebay verkauft und in der Regel 200 und 500 Euro erzielt. Insgesamt soll er 15.000 Euro Gewinn gemacht haben.

Die Diebstähle sollen sich zwischen dem 01. Oktober 2013 und dem 08. Februar 2015 ereignet haben. Der 43-jährige hat damals als Picker bei Amazon gearbeitet und gelangte so an die Ware. Wie der Angeklagte, der insgesamt 6,5 Jahre bei Amazon beschäftigt war, erklärt hat, hat er die Verpackungen im Lager zurückgelassen und die relativ kleinen Gegenstände unbemerkt an der Ausgangskontrolle vorbeigeschmuggelt. Nach dem die Diebstähle aufgeflogen sind, wurde er fristlos gekündigt. Eine Schadensersatzforderungen vonseiten Amazon habe er bislang nicht erhalten.

Strafe auf Bewährung ausgesetzt

Anfänglich soll der Angeklagte die Vorwürfe geleugnet haben, vor Gericht gab er sie jedoch zu und erklärt, dass ihm das Ganze „extrem leid“ tut. Das Geständnis sowie die Tatsache, dass er keine Vorstrafen hat und über eine günstige Sozialprognose verfüge, wirkten sich mildernd auf das Urteil des Schöffengerichtes aus.

Deswegen lautet das Urteil wegen gewerbsmäßigen Diebstahls schließlich ein Jahr und sechs Monate Freiheitsstrafe, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung.  Weiterhin muss der 43-Jährige 1000 Euro in 50 Euro Monats-Raten an eine gemeinnützige Organisation zahlen. Sowohl der Staatsanwalt als auch Pflichtverteidiger Dieter Gehb akzeptierten die Strafe noch im Gerichtssaal.

 

/ Geschrieben von Julia Ptock





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