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Große Macht bringt große Verantwortung mit sich – so heißt es zumindest. Und dieser großen Verantwortung will sich auch Amazon-Gründer Jeff Bezos nicht entziehen. Der Unternehmer will mit einer Millionen-Spende Bildung von jungen Menschen fördern.

Geld für Bildung: Absolventenkappe auf Münzstapel
© iidea studio / Shutterstock.com

Jeff Bezos, Gründer und Chef des Online-Riesen Amazon, hat ein gigantisches Eigenkapital im Rücken. Einen Teil dieses Geldes will der Unternehmer nun für wohltätige Zwecke einsetzen: Nach Informationen von politico.com möchten Bezos und seine Frau MacKenzie insgesamt 33 Millionen Dollar spenden, um Träume wahrwerden zu lassen.

„Dreamer“: Illegale Einwanderer sollen sich Träume erfüllen können

Über die „TheDream.US“-Wohltätigkeitsorganisation sollen 1.000 „Dreamer“-Stipendien vergeben werden. Dabei handelt es sich um College-Stipendien, die an junge Menschen gehen sollen, die wiederum im Kindesalter als illegale Einwanderer ins Land gebracht wurden. Die Spende von MacKenzie und Jeff Bezos sei die bisher größte Spende, die die Organisation TheDream.US erhalten habe.

Die Spende der Familie Bezos zielt auf die sogenannten „undocumented students“ ab, also Studenten, die wie erwähnt als Minderjährige illegal eingewandert sind und in den USA als „Dreamer“ (also „Träumer“) bezeichnet werden. Sie sind im Rahmen der US-amerikanischen Einwanderungsregeln zwei Jahre vor einer Abschiebung geschützt. Ex-Präsident Barack Obama hatte in seiner Amtszeit 2012 ein entsprechendes Dekret erlassen („Deferred Action for Childhood Arrivals“), um diesen Menschen auch einen Zugang zu einer Arbeitserlaubnis zu erleichtern. Der aktuelle Präsident, Donald Trump, hatte im September 2017 das Ende dieses Programms beschlossen, wodurch seither keine neuen Anträge auf den Schutzstatus gestellt werden können.

Dreamer-Stipendien für die Zukunft der Menschen und die Zukunft der USA

„MacKenzie und ich fühlen uns geehrt, in der Lage zu sein, den heutigen Dreamern mit der Finanzierung der Stipendien helfen zu können“, zitiert Politico Jeff Bezos. Auch Bezos‘ eigener Vater sei im Alter von 16 Jahren als Einwanderer aus Kuba in die USA gekommen.

Da die „Dreamer“ keinen Anspruch auf finanzielle Unterstützung durch die Regierung haben, wäre ein Studium für die meisten undenkbar. Die Stipendien, die der Amazon-Gründer nun finanziert, erlauben es den Stipendiaten, über vier Jahre hinweg bis zu 33.000 US-Dollar an finanzieller Hilfe zu erhalten.

Bei der Spende ziele Bezos grundsätzlich nicht nur auf Hilfe für die Zukunft der Dreamer ab, sondern sie spiele auch für die Zukunft der USA eine wichtige Rolle, sagte Don Graham, ehemaliger Besitzer der Washington Post und Mitgründer der Wohltätigkeitsorganisation TheDream.US, laut Politico.

Die 33 Millionen Dollar an Spenden werden Jeff Bezos nicht unbedingt wehtun. Das Vermögen des Amazon-Chefs ist allein in den ersten Tagen 2018 um mehr als sechs Milliarden US-Dollar gestiegen. Nach Schätzungen beträgt es derzeit rund 105 Milliarden Dollar – das ist mehr, als Microsoft-Gründer Bill Gates jemals besessen hat (wir berichteten).

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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