Jeff Bezos und sein Bruder Mark fliegen mit dem ersten bemannten Flug seiner Raumfahrtfirma mit ins All. Bieter, die auch mitfliegen wollen, müssen inzwischen rund drei Millionen US-Dollar zahlen.

 Blue Origin New Shepherd
Blue Origin

Man hätte es sich denken können, dass Weltraum-Fan Bezos sich diese Chance nicht nehmen lässt... Sein Raumfahrt-Unternehmen Blue Origin versteigert derzeit einen Sitz für dessen ersten Flug mit Menschen ins All – in der Kabine ist aber Platz für mehr Menschen. Jetzt ist klar, wer auch noch an Bord ist: Der Amazon- und Blue-Origin-Chef selbst sowie sein Bruder Mark, wie die New York Times berichtet.

Bezos zum All-Trip: „Das größte Abenteuer, mit meinem besten Freund“

Es ist quasi Bezos’ selbstgemachtes Abschiedsgeschenk: Der Flug mit der Rakete New Shepard findet am 20. Juli statt, am 5. Juli wird Bezos als Amazon-Chef zurücktreten. „Seit meinem fünften Lebensjahr träume ich davon, ins All zu reisen. Am 20. Juli werde ich diese Reise mit meinem Bruder unternehmen. Das größte Abenteuer, mit meinem besten Freund“, sagt Bezos leicht rührselig bei Instagram. Sein Bruder Mark hat die Kapitalbeteiligungsgesellschaft HighPost Capital mitgegründet und ist außerdem Director der Stiftung Bezos Family Foundation.

Wer mit den beiden Bezos-Brüdern abheben will, muss tief in die Tasche greifen: Das höchste Gebot für einen Flug liegt derzeit bei rund 2,8 Millionen US-Dollar. Rund 6.000 Teilnehmer aus 143 Ländern haben dafür ein Angebot abgegeben. Am 12. Juni endet die Auktion. Langfristig sollen immer mehr Weltraum-Touristen mit Blue Origin ins All.

Das passiert bei Bezos’ Flug mit der New Shepherd

Die Crew der New Shepard fliegt dann über 100 Kilometer hoch in den sogenannten suborbitalen Raum, erlebt ein paar Minuten Schwerelosigkeit, dann fällt die Kapsel mit Fallschirmen zu Boden. „Dieser Sitz wird verändern, wie Sie die Welt sehen“, tönt Blue Origin.

Der Name der Rakete bezieht sich auf den US-Astronauten Alan Shepard, der vor 60 Jahren als erster Amerikaner in den Weltraum flog. Nur der Russe Juri Gagarin war schneller. Der 20. Juli ist außerdem der Tag der ersten Mondlandung 1969.

Seit 2001 dürfen auch Zivilisten ins All. Als erster Weltraum-Tourist flog der US-Unternehmer Dennis Tito zur internationalen Raumstation ISS und blieb gleich eine Woche. Im Gegensatz zum damals gezahlten Preis erscheinen die bisherigen Gebote wie Schnäppchen: Dieser betrug damals nämlich rund 20 Millionen US-Dollar. 

/ Geschrieben von Markus Gärtner


Kommentare

#1 Tom 2021-06-09 11:30
20 Millionen für 7 Tage ist deutlich billiger als 2,irgendwas für ein paar Minuten.



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