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Amazon-Lieferanten in Wien müssen alles versuchen, um ihre Bestellungen zum Kunden zu bringen – zur Not auch mit Nachfragen per Telefon. Doch viele Empfänger sind davon genervt.

Mann am Telefon ist genervt
igorstevanovic / shutterstock.com

Im Oktober 2018 startete Amazon in Wien mit eigenen Zustellungen. Der neue Dienst sollte noch mehr Kundenservice für die österreichischen Online-Shopper bringen – derzeit läuft aber etwas schief, wie der Standard berichtet.

Denn wenn die Lieferanten die Empfänger nicht zu Hause antreffen, versuchen manche, den Bestellern hinterherzutelefonieren, um das Paket irgendwie doch noch zum Ziel zu bringen. Doch viele Online-Kunden sind davon genervt und lassen ihrem Frust auf der Facebook-Seite des Standards freien Lauf. „Leider ein völlig undurchdachtes System das Amazon da versucht“, kritisiert ein Nutzer. Ein anderer meint: „Sehr penetrant 3x trotz Wegdrücken. An die Vereinbarung hat er sich dann nicht gehalten. Daher nie wieder.“

Amazon-Lieferanten dürfen Post-Filialen nicht nutzen

Das Problem: Die Lieferanten können die Pakete nicht einfach in Filialen der österreichischen Post abgeben, denn das Unternehmen verweigert der Konkurrenz die Nutzung ihrer Stationen. „Sie haben von Amazon aus keinerlei Partner oder Geschäfte wo sie was hinterlegen können“, sagt auch eine Nutzerin bei Facebook. Wenn keine Nachbarn zur Verfügung stehen, die Pakete annehmen können, muss die Lieferung zurück ins Amazon-Verteilzentrum in Großebersdorf. Das solle aber nur im „äußersten Notfall“ passieren, sagte eine Amazon-Sprecherin schon zum Start des Lieferservices im Oktober.

Mit der telefonischen Nachfrage wolle sich Amazon wohl rechtlich absichern, vermutet der Standard. Denn in der Vergangenheit hätten immer mehr Lieferanten Pakete einfach vor der Haustür abgestellt – dafür müsse aber vorher eine sogenannte Abstellgenehmigung vom Kunden eingeholt werden. Darüber hatte sich auch eine Leserin des Amazon Watchblogs beschwert: „Ich finde die Zusteller in Wien von Amazon eine Frechheit. Als ich schon 2mal nicht zu Hause war legte man das Paket einfach unter die Türmatte. Wer haftet wen das Paket verschwindet? Es sind 16 Mieter in meinem Wohnhaus also kann jeder zugreifen wen ihm danach ist.“ 

Das sagt Amazon zu der Kritik

Amazon hat sich zu der Kritik in einem Statement geäußert: „Wir arbeiten sehr hart daran, das schnelle Lieferversprechen einzuhalten, und sehen die Kundenzufriedenheit als unsere oberste Priorität. Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden ein großes Interesse an einer raschen Zustellung haben, auch wenn sie nicht zu Hause sind. Die Fahrer unserer Lieferpartner können das Paket an einem sicheren Ort ablegen oder bei einem bestimmten Nachbarn abgeben, den der Kunde definieren kann.“ Das Feedback bezüglich des Telefonkontaktes sei insgesamt positiv.

Das Problem der schnellen Zustellung könnte sich in Zukunft allerdings noch verschärfen, denn laut Standard bereitet Amazon auch in Wien den Start von Prime Now vor. Dabei liefert der Online-Riese die Bestellung innerhalb von zwei Stunden. Derzeit können europaweit nur Nutzer in Berlin und München auf Prime Now zugreifen.

/ Geschrieben von Markus Gärtner





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