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Amazon expandiert in allen Geschäftsbereichen. Und um die Wünsche und Bedürfnisse der europäischen Kunden zu erfüllen, werden hier auch immer wieder neue Logistik-Zentren gebaut. Dies liegt nicht im Interesse aller, denn als zum Beispiel bekannt wurde, dass der Konzern auch in Tschechien neue Lager errichten will, waren Befürchtungen vor einer Arbeitsauslagerung groß. Nun sucht Amazon für sein neues Zentrum nahe Prag viele hundert neue Mitarbeiter. Doch der Lohn, mit dem geworben wird, ist alles andere als verlockend.

Europäische Münzen
© lukas_svk – Fotolia.com

Dobroviz liegt etwa 20 Kilometer von der tschechischen Hauptstadt Prag entfernt und bot bisher mit rund 500 Einwohnern wenig Interessantes. Doch künftig wird die Ministadt einem neuen Amazon Logistik-Lager als Herberge dienen. Von dort aus will sich der Konzern ausschließlich um Retouren kümmern und seine Geschäfte in Tschechien grundsätzlich ausbauen.

Amazon: Neues Zentrum, tausende Mitarbeiter, dürftige Bezahlung

Das Logistik-Lager wird es auf die Größe von 13 Fußballfelder bringen und soll künftig rund 5000 Mitarbeitern als Arbeitsplatz dienen: Nach Angaben der Frankfurter Rundschau sucht Amazon nun nämlich, wenige Monate vor der Eröffnung, nach passenden Mitarbeitern – wobei 2000 neue feste Stellen eingerichtet und darüber hinaus 3000 saisonale Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. Und das alles pünktlich zum kommenden Weihnachtsgeschäft.

Doch wo Amazon im Jahr Zig-Millionen Euro in den eigenen Ausbau und somit die eigene Marktmacht pumpt, scheint der Konzern mit Blick auf die tschechischen Mitarbeiter weniger freigiebig zu sein. Rund 110 Kronen die Stunde, also vier Euro, soll ein angestellter Lagerarbeiter in Dobroviz verdienen. Das liegt nicht nur weit unter dem deutschen Mindestlohn, sondern auch deutlich unter dem durchschnittlichen Lohn, der in dieser Berufsgruppe in eben jener Region üblich ist. Aktuellen Statistiken zufolge seien in Dobroviz selbst rund 144 Kronen, in Prag etwa 130 Kronen die Norm.

Es gibt genug Menschen, „die unter schlechteren Bedingungen arbeiten“

Die dürftige Bezahlung scheint dennoch keine Abschreckung. Wie auf fr-online weiter zu lesen, hätten sich bereits rund 1000 Interessenten für die ausgeschriebenen Stellen gemeldet. Um auch die weiteren Arbeitsplätze besetzen zu können, wirbt Amazon auch in „strukturschwachen Gebieten des Landes“ (wie zum Beispiel Nordböhmen). – Im Übrigen wird es wohl auch dort nicht ganz so einfach sein, die entsprechenden Mitarbeiter zu finden, weil das Gehalt selbst für dortige Verhältnisse bescheiden sei. Amazon will daher mit Firmenbussen locken, die die Angestellten zur Arbeit und wieder zurück nach Hause bringen.

„Ich denke, dass es in Mittelböhmen und Prag genug Menschen gibt, die unter schlechteren Bedingungen arbeiten. Wenn wir den Stundenlohn hochrechnen, kommen wir auf 18 000 Kronen und das ist für einen Arbeiter nicht so schlecht“, kommentiert Pavel Kaczor, leitender Angestellter des Arbeitsamtes im südböhmischen Tábor und Mitarbeiter der Prager Wirtschaftsuniversität.

Lastwagenfahrer, Bäcker oder Putzfrau verdienen demnach weniger als der von Amazon angesetzte Arbeitslohn. Demnach sei es durchaus möglich, dass Menschen aus dem Niedriglohnsektor sich für eine Arbeit im neuen Logistik-Zentrum interessieren könnten.

/ Geschrieben von Tina Plewinski


Kommentare

#4 Lothar von Cleve 2015-05-20 16:53
"gar nicht schlecht" oder "ganz ordentlich" ist meiner Meinung nach immer noch weniger als "GUT", also muß da was geändert werden - klarer Fall.
Die Lebenshaltungsk osten außerhalb Prags werden niedriger sein, als in der Großstadt - ich denke, daß das mit eingerechnet wurde.
Kann man in Tschechien vom Mindestlohn LEBEN oder EXISTIEREN ? - Das ist hier die Frage.
Nach Tschechien wird die AMAZON-Karawane weiterziehen nach Weißrußland, Ukraine, Mongolei, China, etc....Solane, bis eine Art Monopol erreicht worden ist - und DANN kommt das böse Erwachen für den Rest der Menschheit...de shalb muß JETZT gehandelt werden, nicht, wenn es zu spät ist !
#3 N.W. 2015-05-06 14:52
Und die Amazon-Ausbeute r-Karawane zieht weiter. Was kommt denn hinter Tschechien, wenn sich auch hier wünschenswerter weise der Lebensstandart hebt?
#2 Vaclav Silhan 2015-05-04 11:09
Da ein Mindestlohn in der Tschechei ca. 9500 Kronen beträgt ist der Lohn gar nicht so schlecht, außer mann lebt in Prag.
#1 Helmut Reusch 2015-05-04 09:43
Ja was denn nun - ist es wenig Geld oder doch ganz Ordentlich.
Lastwagenfahrer, Bäcker und Putzfrauen verdienen weniger als ein Amazon Mitarbeiter. Das hört sich danach an das es doch ganz ordentlich ist das Gehalt.
Und warum verdienen die Menschen im Durchschnitt in einer Kleinstadt mehr als in Prag?
Weniger Bashing, mehr Fakten bitte



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