Sage und schreibe 300 Fälle von Betrug werden Hudson Hamrick vorgeworfen. Insgesamt konnte er mit seiner Masche eine Summe von 290.000 US-Dollar erbeuten.

Amazon Paket
Hadrian / shutterstock.com

Der 31-jährige Hamrick aus North Carolina bestellte neuwertige Produkte auf Amazon und retournierte kurze Zeit später ein günstigeres oder älteres Produkt. Er bereicherte sich dabei oft nicht nur an der Retouren-Summe, sondern verkaufte die neuwertigen Artikel danach weiter. Wie Business Insider berichtet, ist der Täter geständig und steht derzeit in den USA vor Gericht.

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In seiner Geständnisvereinbarung listet Hamrick die betrügerischen Transaktionen alle auf. So bestellte er beispielsweise im August 2019 einen Apple iMac Pro. Zwei Wochen später leitete er eine Retoure ein, doch im Paket landete nur ein wesentlich weniger gut erhaltener iMac, welcher nicht einmal zur Pro-Serie gehörte. Besonders beliebt waren bei Hamricks Shoppingtouren teure Elektronikprodukte, Gitarren, Computer.

Wie aus einer Mitteilung des Justizministeriums North Carolina hervorgeht, forderte Hamrick bei Amazon ebenfalls Ersatzprodukte vermeintlich beschädigter oder verloren gegangener Bestellungen an. Diese konnte er dann online weiterverkaufen. 

Kein Platz für Betrug bei Amazon

Die Masche konnte Hamrick zwischen 2016 und 2020 erfolgreich durchziehen, ohne dass die minderwertige Qualität oder gar die schiere Anzahl an Rücksendungen hinterfragt wurden. Als Amazon schließlich auf den Fall aufmerksam wurde, zog das Unternehmen die US-Staatsanwaltschaft sowie das FBI zurate. 

Ein Unternehmenssprecher kommentierte den Fall gegenüber Business Insider wie folgt: „Amazon hat Systeme und Teams, um verdächtiges Verhalten zu erkennen, und um verbotene Aktivitäten zu untersuchen und zu stoppen“. Er führte fort: „Bei Amazon ist kein Platz für Betrug und wir werden weiterhin alle Maßnahmen ergreifen, um solche Betrüger zur Verantwortung zu ziehen.“

/ Geschrieben von Ricarda Eichler

Kommentare

#1 FBI 2021-10-18 09:51
"Bei Amazon ist kein Platz für Betrug...". In Wirklichkeit muss man ja die Mitverwantwortu ng von Amazon hinterfragen. In einem System in dem jeder ohne Angabe von Gründen retournieren kann und für seine offensichtliche Fehlbestellung keinerlei Kosten auf sich nehmen muss, bei dem auch die Anzahl von Retouren oder die Qualität der Retouren nicht geprüft wird, ist dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Der Fall hier ist die Spitze eines Eisberges, mittlerweile ist es auch hier Volkssport geworden, günstige Produkte zu bestellen und zu reklamieren, deren Rücksendung sich nicht lohnt.



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