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Amazon kommt aus den Negativ-Schlagzeilen in puncto Umgang mit seinen Angestellten nicht raus. Diesmal verklagen vier ehemalige Amazon Prime Now-Fahrer das Unternehmen. Der Grund ist die fehlerhafte Klassifizierung der Fahrer als selbstständige Auftragsnehmer und nicht als Angestellte bei Amazon.

Gerichtssaal in den USA
© 3drenderings – fotolia.com

Amazon muss sich erneut Vorwürfen stellen. Wie schon so oft geht es um den Umgang mit Angestellten. Diesmal handelt es sich allerdings weder um Mitarbeiter in den Logistikzentren, noch um schikanierte Manager. Es sind vier ehemaliger Amazon Prime Now-Fahrer, die dem Konzern das Leben schwer machen wollen. Mit der Anschuldigung, dass sie nicht als Angestellte von Amazon, sondern als selbstständige Auftragnehmer klassifiziert worden sind, ziehen die Mitarbeiter nun vor Gericht.

Am vergangenen Dienstag wurde Klage gegen Amazon sowie den Kurierdienst Scoobeez und deren Muttergesellschaft ABT Holdings beim Kalifornischen Staatsgerichtshof eingereicht. In der Beschwerde heißt es, dass die Fahrer vom Kurierdienst Scoobeez angestellt wurden und exklusiv für Amazons Same Day Delivery Service Prime Now Pakete ausliefern sollten. Die Fahrer fordern nun ausstehende Löhne und andere Entschädigungen.

Vorwurf: Arbeitnehmerschutz vorenthalten

In der Anzeige steht laut recode.net Folgendes:

„Die Angeklagte hat die Kläger in regelmäßige Schichten eingeteilt, einen Stundenlohn gezahlt und den Klägern Pakete zugeteilt, die sie an Amazon Prime Now Kunden ausliefern sollten, die ihre Bestellungen mit ein- oder zweistündiger Lieferung für alle möglichen Konsumgüter über die Amazon Prime Now App bestellt haben. […] Die Kläger führten ihre Lieferpflichten aus und trugen dabei eine Uniform, die sie Kunden gegenüber als Vertreter von Amazon Prime Now erkenntlich machte. Trotz dieser und anderer eindeutiger Indizien, dass die Kläger Angestellte der Angeklagten [Amazon] waren und sind, hat die Angeklagte sie als ‚eigenständige Vertragsfirmen‘ eingeordnet und ihnen dadurch die Vorteile und den Arbeitnehmerschutz in Kalifornien vorenthalten.“

Amazon hält sich wie gewohnt bedeckt und lehnt eine Stellungnahme zu dem Thema ab. Und auch bei Scoobeez ließ man sich nicht zu einer Aussage hinreißen.

Tatsächlich reiht sich die aktuelle Klage nicht nur in Amazons scheinbar problematische Personalführung ein. Die sogenannten On-Demand-Dienste wie Uber bauen prinzipiell auf die selbstständigen Fahrer auf. Würde Uber dazu gezwungen werden, ihre Fahrer in Kalifornien als Arbeitnehmer anzustellen, würde dies das Unternehmen wahrscheinlich mehrere Millionen US-Dollar kosten.

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


Kommentare

#1 Harry 2015-10-29 05:28
Meiner bescheidenden Meinung nach, dürfte die Klage wohl eine Aussicht auf Erfolg haben. Soweit das Rechtliche.

Nur frage ich mich bei solchen Dingen immer, warum die Kläger sich dann überhaupt auf eine selbstständige Beschäftigung eingelassen haben. All diese Dinge wussten sie doch von Anfang an. Dennoch hatten sie offenbar keine Probleme damit, einen Vertrag mit Amazon einzugehen, wo sie selbstständig beschäftigt waren. Hätte ihnen das nicht zugesagt, hätten sie nachverhandeln oder einfach das Angebot nicht annehmen können.

Ich verstehe die Klage aus Sicht der Kläger durchaus. Mich stört nur immer diese scheinheilige Heuchelei.



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