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Sollte ich das Produkt kaufen oder überwiegt am Ende doch die Enttäuschung? Um diese Frage im Vorherein besser einschätzen zu können, greifen Kunden oft auf Kundenrezensionen zurück. Die Einschätzungen sollen das Produkt schmackhaft machen – oder eben nicht. Doch wenn es nach einer neuen Studie geht, dürfen die Bewertungen nicht immer zu ernst genommen werden …

Bewertungssterne

© Jakub Jirsák - Fotolia.com

Wenn sich ein Kunde bei Amazon auf die Suche nach einem Produkt begibt und dabei noch nicht auf ein fundiertes Grundwissen über den gewünschten Gegenstand zurückgreifen kann, helfen ihm in allererster Linie Kundenrezensionen weiter. Dort schreiben Menschen über ihre Erfahrungen und Eindrücke mit dem jeweiligen Produkt. Dadurch sollen die Leser wiederum die Möglichkeit bekommen, durch die Berichte selbst einschätzen zu können, ob sich der Kauf wirklich lohnt.

Studie: Kundenrezensionen meist negativer

Zumindest in der Theorie sollte dies in dieser Form ablaufen. Eine neue Studie belegt jedoch: Die Realität sieht leider komplett anders aus. Das besagt zumindest das Journal Of Consumer Research, das mithilfe von wissenschaftlichen Methoden untersucht hat, inwiefern die Kundenrezensionen bei Amazon als hilfreich eingestuft werden können und ob sie dementsprechend wirklich hilfreich sind. Dafür haben Experten rund 300.000 Amazon-Kundenrezensionen aus 120 Produktkategorien untersucht und diese mit 1.272 Bewertungen des Verbrauchermagazins Consumer Reports verglichen. Wie Mobilegeeks.de schreibt, handelt es sich dabei um die US-amerikanische Version des hierzulande bekannten „Stiftung Warentest“.

Das Ergebnis: Etwa 30 Prozent der Kundenrezensionen sind das Gegenteil von dem, was die professionellen Tester des Consumer Reports festgestellt haben. So wurden beispielsweise Produkte, die von den Testern als besonders gut bewertet wurden, von den Verbrauchern eher negativ bewertet. Besonders deutlich wurde dies bei Produkten, die relativ wenige Bewertungen erhalten haben und so die Verrisse von Leuten im Vordergrund standen, die aus den unterschiedlichsten Gründen schlechte Erfahrungen machen mussten.

Markenname als Einfluss auf Bewertung

Dieses vermeintliche Problem ist allgemein bekannt: Negativ-Erfahrungen werden tendenziell eher in der Öffentlichkeit geäußert, als positive Eindrücke. Dazu kommt noch ein weiteres Phänomen in Zeiten von Social Media: Durch die Anonymität verlieren die User (nicht nur auf Amazon) ihre Hemmungen und lassen nicht selten auch bei Dingen aus dem Alltag ihren Frust raus, der damit überhaupt nichts zu tun hat.

Mobilegeeks.de merkt auf Grundlage der Amazon-Studie noch eine weitere Beobachtung an: Größere Namen und Marken scheinen eine weitaus bessere Chance zu haben, eine gute Beurteilung zu erhalten. Neben der zweifelsfrei auch oft besseren Qualität der Produkte tragen jedoch auch die jeweiligen Marketing- und PR-Agenturen ihren Preis dazu bei, dass Kunden bei ihnen mehr Punkte vergeben beziehungsweise eher lobende Worte finden.

Fakespot: Analyse-Tool für gefälschte Kundenrezensionen

Ein großes Ärgernis bilden zusätzlich gefälschte Kundenrezensionen. Hierfür gibt es mittlerweile jedoch ein nützliches Tool namens „Fakespot“, das Produktseiten analysiert und bewertet, inwiefern dort vermehrt Fake-Reviews auftauchen. Dazu erhält jeder Artikel unter anderem einen Rang und eine Prozentzahl, wie viele automatisierte Rezensionen gefunden wurden, wodurch der Nutzer einschätzen kann, wie die Bewertungen einzuordnen sind. Leider funktioniert Fakespot derzeit noch lediglich für die US-amerikanische Amazon-Version.

Insgesamt rät die Studie den Kunden, nicht immer voll und ganz auf die Kundenrezensionen zu setzen. Dies gilt vor allem bei Amazon, da sich hier eine unfassbare Anzahl an Bewertungen befindet. Fragwürdige Entscheidungsgründe, überschwängliche Lobeshymnen und einflussreiche Markennamen – es gibt viele Faktoren, die dazu beitragen, sich vielleicht auch auf anderen Seiten Meinungen einzuholen.

 

/ Geschrieben von Christian Laude


Kommentare

#1 Ein Leser 2016-06-22 14:30
Man sollte schon ein neues Tool testen, bevor man es vorstellt.

Fakespot ist ein Tool, das Produktbewertun gen auf amazon.com überprüft, da scheint es auch zu funktionieren.
Diese URL funktioniert:
https://www.amazon.com/Conspirators-Hierarchy-Committee-300/dp/B004Y0AVHO/ref=sr_1_sc_2?s=books&ie=UTF8&qid=1466598182&sr=1-2-spell&keywords=comitee+300

Wenn man z.B. diese URL prüft:
https://www.amazon.de/Das-Komitee-300-Hierarchie-Verschw%C3%B6rer/dp/3941956108/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1466598463&sr=8-1&keywords=komitee+der+300

kommt nur "URL is invalid or unsupported."



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