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Seit 2018 haben es jede Menge Artikel der Eigenmarke AmazonBasics unter die meistverkauften Produkte geschafft – zu Lasten der Dritthändler?

AmazonBasics
T H Shah / shutterstock.com

Amazons Marktplatz bietet ein so unüberschaubares Sortiment an Waren und Marken, dass es kaum auffällt, dass immer mehr Artikel von dem E-Commerce-Unternehmen selbst kommen – und Kunden diese auch immer häufiger kaufen. So hat sich allein die Zahl von Produkten der AmazonBascis-Reihe in den Top 100 der meistverkauften Produkte binnen zwei Jahren verdoppelt, hat Marketplace Pulse analysiert. Doch Amazons Eigenmarken stehen aktuell wieder Mal im Verruf: Ex-Mitarbeiter werfen dem Marktplatz vor, diese auf Kosten der Händler zu positionieren.

Diese AmazonBasics-Produkte sind besonders beliebt

Unter AmazonBasics verkauft der Online-Riese seit 2009 Produkte wie zum Beispiel Notebooktaschen, Batterien, aber auch Haushaltsgegenstände. Der Erfolg der Hausmarke lässt sich vor allem an den Batterien ablesen: Sie dominieren mittlerweile ihre Kategorie. Und auch die gesamte Produktreihe AmazonBasics wird immer erfolgreicher: 1.300 Artikel gehören in ihrer Kategorie zu den Bestsellern – etwa doppelt so viel wie vor zwei Jahren, so eine Analyse von Marketplace Pulse. Dazu zählen unter anderem ein 4K-HDMI-Hochgeschwindigkeitskabel, Hundekotbeutel und Kleiderbügel aus Samt. In der Kategorie Kabel stammt sogar die Hälfte der 100 meistverkauften Produkte von AmazonBasics.

Wie werden Amazons Eigenmarken erfolgreich?

Die AmazonBasics sind vor allem in fragmentierten Kategorien mit hohem Preisdruck erfolgreich, so Marketplace-Pulse-Chef Juozas Kaziukenas. Heißt: Billige Massenartikel. Kaziukenas nennt als weitere Voraussetzung für den möglichen Erfolg: Keine andere Marke bzw. kein anderes Unternehmen dominiert bereits die jeweilige Kategorie.

Doch diese neue Erfolgsmeldung steht im Schatten stets wiederkehrender Vorwürfe: Erst vergangene Woche offenbarten Ex-Angestellte von Amazon, dass der Marktplatz-Anbieter unbefugterweise Händler-Daten nutze, um so seine Eigenmarken zu entwickeln und schließlich zum Erfolg zu führen. „Sie kennen die Preisaspekte, sie kennen Trends, sie kennen den Wert, sie kennen die Geschichte“, wird ein ehemaliger Amazon-Mitarbeiter über die Datenmacht Amazons zitiert.

Trotz des zunehmenden Erfolgs sei AmazonBasics jedoch insgesamt „noch ein winziger Fleck“ im Amazon-Universum, so das Fazit des Marketplace-Pulse-Gründers.

 

 

/ Geschrieben von Markus Gärtner


Kommentare

#1 CharlesdeGaulle 2020-04-27 17:57
Amazon, Google und FB gehoeren wie seinerseits die Bell-Firmen in den USA zerschlagen und in einzelne, unabhaengig operiende Teile zerlegt. MarktDOMINANZ ist genauso wie staatl.ALLMACHT gefaehrlich.... AUFSTEHEN, ZERSCHLAGEN und besser Leben!



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