Offenbar hat Amazon aktuell Probleme auf seinem Online-Marktplatz.

Amazon-Logo auf einem Smartphone
XanderSt / Shutterstock.com

Für Amazon könnte der Zeitpunkt kaum schlechter sein: Mitten im großen Weihnachtsgeschäft und mitten in der großen Black-Friday-Aktionswoche melden einige Nutzerinnen und Nutzer aktuell wohl Probleme bei ihren Einkäufen auf dem Marktplatz des Online-Riesen.

Am frühen Mittwochmorgen berichteten Kunden, „dass bestimmte Bereiche von Amazon [...] eine Störung haben“, heißt es bei Netzwelt. Betroffen sei demnach – mit mehr als drei Viertel der gemeldeten Fälle (78,43 Prozent) – insbesondere der Bezahlvorgang. Regional scheinen sich die Schwierigkeiten laut der hauseigenen Störungskarte vor allem im Westen und Südwesten der Bundesrepublik sowie in den Ballungszentren rund um Berlin, Hamburg, München und Frankfurt abzuzeichnen.

Probleme seit Mitternacht

Auch Informationen des Online-Portals Allestörungen.de, das auf Problemmeldungen von Websites spezialisiert ist, bestätigen die Hinweise auf derzeitige Probleme. Kurz nach Mitternacht gab es einen abrupten Anstieg bei der Zahl gemeldeter Schwierigkeiten.

Gegen 00:30 Uhr nachts gab es demnach einen ersten Höhepunkt von 590 registrierten Fällen. Nach einem Abflauen der Meldungen in den frühen Morgenstunden stieg der Wert nochmals rapide an und erreichte gegen 7 Uhr einen weiteren Peak von knapp 600 gemeldeten Fällen.

Es ist „ein technischer Fehler aufgetreten“

In entsprechenden Kommentaren unter der Fallübersicht ist etwa bei einem User zu lesen, dass es im Warenkorb zu folgender Fehlermeldung gekommen sei: „Tut uns Leid! Während wir Ihre Eingabe ausführen wollten, ist ein technischer Fehler aufgetreten. Wir arbeiten bereits daran und werden sobald wie möglich wieder für Sie da sein. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.“

Ein anderer Nutzer berichtet: „Ich kann nicht auf den Warenkorb zu greifen, die Seite stürzt ab. Keine Bezahlung möglich“. Anderen sei im Rahmen des Kaufabschlusses beispielsweise angezeigt worden, dass bei der Einrichtung der Lieferadresse ein Fehler aufgetreten sei und sie den Kauf daher nicht abschließen konnten. 

Ähnliche Berichte häufen sich zudem auf der Facebook-Seite von Amazon.de. Dort meldete sich auch das Social-Media-Team zu Wort, das Hinweise weitergeben wolle. Es darf also davon ausgegangen werden, dass Amazon von den Problemen weiß und an deren Lösung arbeite.

[Update] Probleme behoben, Amazon entschuldigt sich 

Die Zahl der Meldungen über Probleme bei Amazon hat im Verlaufe des Mittwochmorgens deutlich nachgelassen. Auch Amazon selbst hat inzwischen bestätigt, dass die Lage wieder unter Kontrolle ist. Ein Sprecher sagte gegenüber der Redaktion des Amazon Watchblogs: „Es tut uns leid, dass bei einigen Kund:innen vorübergehend Probleme beim Einkaufen aufgetreten sind. Wir haben das behoben und es läuft inzwischen alles reibungslos.“

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/ Geschrieben von Tina Plewinski

Kommentare

#2 Sylvia 2022-11-23 15:52
Tom wie vereinbart sich das denn? Sie schimpfen über Amazon. Ok das tun viele. Aber Sie verkaufen dort selber?? Warum verkaufen Sie dort wenn Sie so motzen? Wo ist da die Logik? Wenn die Blase platzt dann auch Ihr Umsatz. Konsequent wäre wenn Sie woanders verkaufen.
Jeder schimpft über Amazon. Aber alle bestellen fleißig bei Amazon. Viele Händler schimpfen aber verkaufen fleißig weiter. Jeder Händler hat all den Dingen die da laufen zugestimmt. Wir werden über Neuerungen immer informiert. Und keiner muß dort verkaufen wenn ihm was nicht paßt.
#1 Tom 2022-11-23 09:16
Es ist für mich sowieso unverständlich, wie man auf dieser Plattform kaufen kann.
Unabhängig davon, dass Amazon IMMER die teuerste Plattform für Käufer ist (auch wenn mit black friday und Rabatten geworben wird), ist einem Konzern, der den kompletten Kundendienst nach Osteuropa und Indien aus Kostengründen und rechtlichen Gründen verlagert und 10.000 Menschen kündigt) jede Unterstützung zu verweigern.
Wir verkaufen zwar selbst auf Amazon, wundern uns aber immer wieder, wieso Käufer bis zu 50% für die Artikel zahlen, als auf anderen Plattformen (z.B. eBay). Offenbar geht es den Leuten noch zu gut und die Faulheit, Preise zu vergleichen, zahlen diese mit über 50% mehr.
Amazon macht zwar einen Großteil unseres Umsatzes aus, trotzdem wünschen wir der Plattform, dass Sie völlig abstürzt und vom Markt verschwindet. Und das nicht nur, weil Sie Ihre Händler wie den letzten Dreck behandelt, obwohl diese mehr als 60% des Umsatzes erwirtschaften.
Ich bin mir sicher, die Blase Amazon wird platzen und geben dieser Plattform noch 2-3 Jahre.



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