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Amazon in Erklärungsnot: Ein Nutzer, der nie Alexa benutzt, erhielt 1.700 Audio-Dateien eines Fremden – dabei wollte er nur nach der DSGVO Auskunft über seine Daten.

Frau mit Buchstaben vor dem Mund
pathdoc / Shutterstock.com

Wer bei Facebook, Ebay oder Amazon Auskunft über die über ihn gespeicherten Daten haben möchte, kann diese laut DSGVO mittlerweile abfragen. Das entsprechende Unternehmen bastelt dann ein kleines Paket mit allem, was es über den Nutzer weiß (im besten Fall) und schickt zum Beispiel ein handliches ZIP-Archiv mit den entsprechenden Inhalten. So geschehen auch bei einem Kunden von Amazon.de, der von der Deutschland-Vertretung eine Übersicht über seine Daten verlangte. Er bekam allerdings mehr als ihm lieb war.

Audio-Dateien von fremden Menschen

Zwei Monate nach seiner Anfrage erhielt der Nutzer ein Zip-Archiv mit etwa 50 Dateien, die auf seine Person bezogene Daten enthielten. Außerdem im Paket: Etwa 1.700 WAV-Dateien und eine PDF, die Transkripte darüber enthielt, was Sprachassistentin Alexa aus Spracheingaben verstanden hat. Dumm nur: Der Kunde, der Auskunft über seine Daten wollte, hat noch nie in seinem Leben mit Alexa gesprochen. Seltsam: Er informierte Amazon über den Fehler, bekam allerdings nie eine Antwort. Der Download-Link zum Zip-Archiv war daraufhin allerdings nicht mehr aktiv.

Daraufhin gab er die Dateien vertraulich an das Heise-Magazin c't weiter. Dort untersuchte man die Audio-Dateien und konnte anhand des Inhalts – durchaus intime Aufzeichnung aus dem Wohnzimmer, dem Schlafzimmer oder dem Badezimmer – den entsprechenden Echo-Besitzer finden und konktaktieren. Denn in den Aufzeichnungen fanden sich auch Namen und Abfragen lokaler Wettervorhersagen. C't informierte den Nutzer über den Sachverhalt und dieser reagierte, gelinde gesagt, überrascht, denn obwohl Amazon über von der Datenpanne wusste, wurde der Echo-Nutzer nicht informiert.

Auch fraglich ist, ob Amazon die Panne, wie vorgeschrieben, innerhalb von 72 Stunden an die zuständige Datenschutzbehörde gemeldet hat. Gegenüber c't teilte Amazon nur knapp mit, dass der Vorfall „Folge eines menschlichen Fehlers" sei. Man hätte Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Prozesse ergriffen.

Immerhin: Amazon hat versucht, den Fehler wieder gutzumachen. Der Echo-Nutzer kontaktierte Amazon einige Wochen später und erhielt eine Entschädigung: Eine kostenlose Prime-Mitglied – und zwei Echo-Lautsprecher...

/ Geschrieben von Christoph Pech


Kommentare

#1 gerd 2018-12-21 10:54
Süß! wie das so beschrieben wird. "Das unternehmen bastelt dann ein kleines paket.....und schickt dann ein handliches zip-archiv ......".
nur mal so am rande!
hier geht es nicht um den versand von ein paar wollsocken, sondern um die verantwortungsl ose weitergabe hochsensibler daten, deren herkunft bzw. aufzeichnung allein schon sehr fragwürdig sind - vorsichtig ausgedrückt.
Alexa und datenschutz - eine absolute lachnummer und amazon geht alles wie immer völlig am ...... vorbei. jedem otto-normalo geht es bei solchen vorgängen sofort richtig an den kragen, amazon und co,, die die ursache für die verschärfung des datenschutzes sind, leben hier offensichtlich mit duldung / unterstützung?? ? unserer aufsichtsbehörd en, wie immer in ihren rechtsfreien räumen. Allein schon, wie rücksichtslos und ignorant amazon in, übrigens bekannt gewohnter weise, mit diesen vorgängen umgeht, ist bester beleg für die narrenfreiheit, die sich solche unternehmen in unserer gesellschaft herausnehmen dürfen.
"das lässt das herz von amazonexperten doch höherschlagen"



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