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Die ersten deutschen Online-Händler setzen voll auf Alexa und bieten den Kunden Shopping über Amazons smarte Assistentin – doch beim Voice Commerce ist noch viel Luft nach oben.

Voice Commerce
Visual Generation / Shutterstock.com

Online einkaufen ganz bequem, nur mit der Stimme Befehle geben – so sieht für viele Experten die Zukunft des Online-Shoppings aus. Doch wie weit diese noch entfernt ist, ist völlig unklar: Studien über Voice Commerce liefern teils völlig gegensätzliche Ergebnisse über Einsatz und Nutzerakzeptanz von digitalen sprachgesteuerten Assistenten wie Alexa und Co. Trotzdem experimentieren deutsche Online-Händler mit Alexa als Einkaufshilfe, wie internetworld berichtet. 

Alexa läuft über sogenannte Skills, spezielle Anwendungen für bestimmte Funktionen. Amazon hat gerade erst die Zahl von 100.000 Skills, die Alexa beherrscht, bekanntgegeben, doch für Online-Shopping ist das smarte Gerät noch nicht so breit aufgestellt. So können die Nutzer oft zwar mündlich etwa Artikel in den Warenkorb legen – für den rechtsgültigen Kauf müssen sie dann aber meist doch noch Hand anlegen und Daten eintippen. Die Spracheingabe ist teils noch zu schwierig.

„Voice Commerce wird unseren Alltag in Zukunft prägen“

Das Unternehmen Delticom, das u. a. den Online-Shop Reifendirekt.de betreibt, hat selbst einen Skill für den Einkauf im Shop entwickelt. „Wir glauben an die künftige Bedeutung des Voice Commerce, er wird unseren Alltag in Zukunft prägen. Wir sind in Deutschland offiziell der erste ­Anbieter einer Sprachanwendung, die den Kauf physischer Güter mittels Alexa und Amazon Pay ermöglicht“, sagt Maren Höfler von Delticom.

Hat der Kunde Reifen nach bestimmten Kriterien gesucht und gefiltert, wird ihm eine mögliche Ergebnisliste von Alexa vorgelesen – das dürfte allerdings deutlich unpraktischer sein, als diese auf einem Bildschirm zu lesen. Bezahlt werden kann nur mit Amazon Pay, die Bestellbestätigung und Rechnung kommt per Mail. Das Unternehmen gibt zu, dass das Bestellen per Sprachsteuerung für ­viele Verbraucher noch „sehr ungewohnt“ sei. Wie viele Nutzer bereits mit Alexa bestellen, wurde nicht gesagt.

Sprachanwendungen seien keine alleinstehende Lösung

Zander, Großhändler für Elektro- und Sanitärin­stallationsmaterial, hat ebenfalls einen eigenen Alexa Skill entwickelt. Auch dort kommt die Bequemlichkeit zum Tragen: Weil das Ändern des Warenkorbs via Alexa noch recht mühsam ist, wird bei der mündlichen Bestellung parallel ein Warenkorb im Online-Shop angelegt, sodass der Kunde notfalls auf die Tastatur umschwenken und per Hand eingeben kann.

Anstrengend war auch die Registrierung des Alexa Skills bei Amazon selbst: „Wir ­haben den Skill 20 Mal eingereicht, bis Amazon ihn letztlich akzeptiert hat“, erinnert sich Geschäftsführer Patrick Egloff. Mittlerweile liege die reine Nutzerzahl des Alexa Skills laut eigenen Angaben aber im dreistelligen Bereich, die Hälfte dieser Kunden bestelle auch über die Sprachanwendung. Die Zukunft von Voice Commerce sieht Egloff eher differenziert. Online-Shopping über Sprach­anwendungen werde wohl nie als alleinstehende Lösung existieren, sondern stets Teil einer Gesamtstrategie sein, glaubt er. 

Amazons Alexa-Chef David Limp erklärte in einem aktuellen Handelsblatt-Interview, die Sprachassistentin sei derzeit etwa „so weit wie ein vierjähriges Kind.“ Die Kunden würden Alexa im Moment vor allem für die einfache Bestellung von Alltagsgegenständen wie Katzenstreu oder Papierhandtücher nutzen. Für schwierigere Produkte biete Amazon aber inzwischen auch Echo-Geräte mit Bildschirm an.

/ Geschrieben von Markus Gärtner


Kommentare

#1 sergeyigorev 2019-10-15 20:22
Hello google



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