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Die Stadt Seattle will Amazon und andere kapitalstarke Unternehmen vor Ort mit einer neuen Steuer belegen – für einen guten Zweck. Doch Amazon schaltet auf stur.

Männer ziehen gegeneinander an einem Seil
© Ollyy – shutterstock.com

Es herrscht eisige Luft am Hauptquartier von Amazon: Die Stadt Seattle kämpft nämlich nach eigenen Aussagen mit einer massiven Wohnungsnot und einer gravierenden Obdachlosigkeit innerhalb der eigenen Stadtgrenzen. Um diesen Missständen Einhalt zu gebieten, hat die Stadt bereits vor einiger Zeit eine neue Steuer angekündigt.

Diese Steuer, mit der große und kapitalstarke Unternehmen, belastet werden sollen, trifft natürlich auch Amazon. Doch Amazon scheint sich mit Händen und Füßen gegen die neuen Ausgaben zu wehren. Nachdem der Konzern bereits vor einigen Tagen Proteste hören lies, werden die Geschütze nun härter: Denn wie Recode berichtet, hat der Stadtrat von Seattle nun für die Einführung dieser Steuer gestimmt – und Amazon zeigt sich von seiner aggressiven Seite.

Amazon will Wachstum vor Ort überdenken

Amazon habe nun sogar damit gedroht, seine Präsenz in Seattle überdenken zu wollen. In einer Mitteilung ließ das Unternehmen verlauten: „Wir sind enttäuscht von der heutigen Entscheidung des Stadtrats, eine Steuer auf Arbeitsplätze einzuführen“, zitiert Recode den Konzern.

„Während wir die Bauplanung für [den Büroturm] Block 18 wieder aufgenommen haben, sind wir nach wie vor sehr besorgt über die Zukunft, die der Stadtrat durch seine feindselige Haltung und Rhetorik gegenüber größeren Unternehmen schafft, und die uns zwingt, unser Wachstum vor Ort in Frage zu stellen.“ - Eine durchaus ernstzunehmende Drohung durch Amazon, denn natürlich schafft der Konzern vor Ort auch tausende Arbeitsplätze.

Außerdem führte ein Unternehmenssprecher an, dass das Umsatzwachstum der Stadt in den vergangenen sieben Jahren „den Bevölkerungszuwachs von Seattle im gleichen Zeitraum weit überholt“ habe. Die Stadt leide nicht an einem Einkommensproblem, sondern an einem Ausgabeneffizienzproblem. – Was also eine direkte Schelte an die Kostenverwaltung darstellt.

Wie sieht die neue Steuer aus?

Die neue Steuer zielt auf große und kapitalstarke Unternehmen, die in Seattle ansässig sind, denn auch sie sollen zum positiven Wandel der Stadt beitragen. Im Rahmen der sogenannten „Kopfsteuer“ sollen die Unternehmen – und allen voran Amazon – 275 US-Dollar pro Jahr und pro Mitarbeiter zahlen.

Auf diesem Weg will Seattle jährlich künftig mindestens 20 Millionen US-Dollar einnehmen. Das Geld soll genutzt werden, um Wohnungsbauprojekte voranzutreiben und zum Teil auch Obdachlosen-Dienste zu finanzieren.

Zuvor war eine Pro-Kopf-Zahlung von 500 Dollar pro Mitarbeiter und Jahr vorgesehen. Doch nach Angaben von Recode stieß der ursprüngliche Vorschlag auch beim Bürgermeister der Stadt auf Gegenwind, der sogar damit drohte, sein Veto einzulegen.

Seattle ohne Amazon?

Dass Amazon aus Trotz nun vollkommen aus Seattle weggeht, ist nicht zu erwarten. Schließlich hat das Unternehmen vor Ort tausende Mitarbeiter und zahlreiche Immobilien, die das Stadtbild prägen. Dennoch sucht der Konzern aktuell nach einem Standort für ein zweites Hauptquartier.

Sollte der Streit zwischen Seattle und Amazon eskalieren, könnte Amazon mehr Mitarbeiter aus Seattle abziehen, als ursprünglich geplant – und weniger Arbeitsstellen vor Ort ist sicher das Letzte, was sich die Stadt wünscht.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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