Am mobilen Datenverkehr ausgewählter Nutzerinnen und Nutzer hat Amazon besonderes Interesse und zahlt dafür über ein Programm monatlich einen kleinen Betrag.

Smartphone-Nutzer
oatawa / Shutterstock.com

Um Daten beispielsweise zum Shopping-Verhalten von Leuten zu erhalten, gibt es bei Amazon in den USA eine App namens „Shopper Panel“. Über dieses Programm ist es etwa möglich, nach einem Einkauf in einem stationären Geschäft die Quittung hochzuladen und die Informationen so an den E-Commerce-Giganten zu übermitteln. Verwenden kann die App lediglich eine bestimmte Nutzergruppe, die das Unternehmen zu der Nutzung eingeladen hat. Für die eingereichten Kassenbons gibt es bis zu 10 Euro im Monat.

Seit Kurzem soll es nun auch möglich sein, Amazon sämtliche Handydaten zur Verfügung stellen – und auch dafür eine Vergütung zu erhalten, wie Golem und The Verge melden. 

Datensammeln zu Werbezwecken 

Dem Bericht zufolge gibt es die Funktion, mit der die Smartphone-Daten an die Amazon-Server gesendet werden können, in der App unter dem Namen „Ad Verification“ seit Ende November. Wer dem Prozedere zustimmt, erhält für den gesamten Datenverkehr 2 US-Dollar im Monat von Amazon. Voraussetzung dafür ist, dass die Daten in diesem Zeitraum tatsächlich gänzlich an das Unternehmen übermittelt werden. Die Informationen werden über eine VPN-Verbindung an die Server gesendet. Der Online-Riese betont, dass die Übermittlung in „strikter Übereinstimmung mit unserer Datenschutzerklärung“ geschehe und Userinnen und User stets „die vollständige Kontrolle“ darüber hätten.

Ziel der Maßnahme sei es, Informationen zur Performance von Werbeanzeigen im Amazon-Werbenetzwerk zu erhalten. So soll etwa ermittelt werden, wie die Anzeigen von Amazon-Werbepartnern auf anderen Webseiten laufen oder wann diese angeklickt werden.

In Deutschland ist das Shopper Panel aber nicht verfügbar.

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Geschrieben von Hanna Behn

Kommentare

#1 brrrrr 2022-12-10 11:14
da hätte ich noch eine Anregung, die man bei Amazon sicher gut einsetzen könnte:
Hirnchirurgen sind inzwischen schon sehr weit gekommen bei der Implementierung von Mikrochips in bestimmte Hirnregionen.
Für eine Zustimmung bei mir wären allerdings 2 $ etwas zu wenig, ab monatl. 5,50 incl.Gedächtnis rückverfolgung ließe ich mit mir reden, vorausgesetzt, Amazon übernimmt die Gesamtkosten der Hirnwäsche.



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