In Frankenthal in Rheinland-Pfalz entsteht das nunmehr zehnte Amazon-Logistikzentrum auf deutschem Boden. Damit reagiert Amazon auf die ungebrochen wachsende Kundennachfrage.

Amazon Logistikzentrum

© Amazon

Und sie bauen weiter: Erst Ende Oktober wurde ein neues Amazon-Logistikzentrum in Dortmund angekündigt, das Ende des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden soll. Jetzt, nur eine gute Woche später, wurde das nächste präsentiert. In Frankenthal in Rheinland-Pfalz wird ein weiteres Versandzentrum entstehen. In den ersten 12 Monaten nach der Fertigstellung sollen dort 1.000 Jobs entstehen. Mittelfristig kann das Zentrum bis zu 2.000 Mitarbeiter beschäftigen und zwar, wie Roy Perticucci, Chef des europäischen Logistiknetzwerks, betont, „mit wettbewerbsfähigen Löhnen und umfassenden Zusatzdienstleistungen ab dem ersten Tag.“

Amazon verspricht faire Bezahlung und Weiterbildungsmöglichkeiten

Wettbewerbsfähige Löhne soll im Klartext heißen: Löhne am oberen Ende der branchenüblichen Bezahlung. Amazon zahlt bundesweit mindesten 10,30 Euro pro Stunde, wie das Unternehmen in seiner Mitteilung betont. Darüber hinaus soll es leistungsbezogene Prämien, Sonderzahlungen oder Aktienbeteiligungen geben. Mit den Extras würde ein Mitarbeiter laut Unternehmensangaben nach zwei Jahren im Durchschnitt 2.483 Euro pro Monat verdienen. Obendrauf will das Unternehmen mit dem Programm Career Choice Weiterbildungsmöglichkeiten fördern. Amazon versucht offensiv, Interessenten die Arbeit im Unternehmen schmackhaft zu machen. Erste Mitarbeiter werden ab Frühling 2017 eingestellt, gesucht werden unter anderem Logistikmanager, Ingenieure, IT- und Personalexperten sowie Versandmitarbeiter.

Die Zahlen für das Logistikzentrum ähneln denen der Dortmunder Filiale: Der Bau kostet 80 Millionen Euro, das Zentrum besetzt eine Fläche von 50.000 Quadratmetern, zusätzlich werden 1.200 Mitarbeiterparkplätze geschaffen. Insgesamt beschäftigt Amazon 13.000 Mitarbeiter in Deutschland, 11.000 davon in den Logistikzentren. Die Gesamtinvestitionen für Europa belaufen sich seit 2010 auf nunmehr 15 Milliarden Euro. Das europäische Netzwerk umfasst mittlerweile 31 Logistikzentren in sieben Ländern.

/ Geschrieben von Christoph Pech





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