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Wie die Nonprofit-Organisation New Food Economy in verschiedenen US-Bundesstaaten ermittelt hat, leben Tausende Amazon-Angestellte von Essensmarken. Der Online-Händler selbst wehrt sich gegen diese Vorwürfe.

Essensvergabe an Bedürftige
© wjarek_shutterstock.com

New Food Economy hat Daten in den US-Bundesstaaten Arizona, Kansas, Ohio, Washington und Pennsylvania gesammelt. Dabei soll allein in Arizona 2017 jeder dritte Mitarbeiter auf Essensmarken angewiesen gewesen sein oder mit einem Bezieher in einem Haushalt gelebt haben. Zusammengefasst entspricht das einer Zahl von etwa 1800 Personen. Auch in Pennsylvania sind es mit zehn Prozent über 1000 Angestellte, die auf Unterstützung angewiesen sind. Und auch in Ohio betrifft es zehn Prozent der ansässigen Mitarbeiter, somit etwa 700 Arbeitnehmer. Doch die vermeintlich grenzwertigen Arbeitsbedingungen der Amazon-Angestellten sind keine Neuheit.

Amazon: Arbeitsbedingungen werden beschönigt

Bereits im April 2018 hatte eine Untersuchung des US-Magazins The Intercept für Aufruhr gesorgt. So ist bekannt geworden, dass zahlreiche US-Mitarbeiter auf das Lebensmittelhilfe-Programm SNAP (Supplemental Nutrition Assistance Program) angewiesen sind. Doch Amazon versucht vehement, derartige Vorwürfe abzustreiten und in den Hintergrund zu drängen. Wie eine weitere aktuelle Meldung zeigt, werden zudem vermeintliche Marketing-Maßnahmen wie beispielsweise auf Twitter genutzt, um die Arbeitsbedingungen der Angestellten und das generelle Klima im Unternehmen in einem positiven Licht darzustellen.

Auch als Essenmarkenbezieher zeigt der Online-Riese eine Top-Performance

Tatsächlich reiht sich Amazon mittlerweile in die Top-Arbeitgeber ein, die zu den größten Essenmarkenbeziehern gehören – neben Walmart und Mcdonalds. Dennoch versucht sich der Online-Händler, auch mit den aktuell bekannt gewordenen Daten von New Food Economy seiner Verantwortung zu entziehen. Wie ein Amazon-Sprecher gegenüber der Washington Post meinte, seien die Zahlen wohl irreführend, so schreibt Futurezone. Denn angeblich seien auch Personen in die Datenerhebung aufgenommen worden, die nur für einen kurzen Zeitraum bzw. in Teilzeit für Amazon gearbeitet haben. So verteidigte der Amazon-Pressesprecher die Lagerarbeiterlöhne gegenüber Business Insider wie folgt: "Wir fordern jeden auf, unsere Bezahlung und Vergünstigungen mit anderen Handelsunternehmen zu vergleichen. Amazon ist stolz darauf, allein im vergangenen Jahr 130.000 neue Jobs kreiert zu haben. Das sind gute Arbeitsplätze mit marktkonformer Bezahlung und vollen Vergünstigungen. Der Durchschnittsstundenlohn in unseren Lagerhäusern liegt ohne Überstunden inklusive Bargeld, Anteilen und Boni bei über 15 US-Dollar."

Doch wie auch The Intercept im April festgestellt hatte, liegt der Stundenlohn der Mitarbeiter von 12 bis 15 Dollar unter dem Durchschnittslohn, der nach einer Statistik von Januar 2018 bei etwa 17,53 US-Dollar liegt.

US-Senator fordert eine Sondersteuer

US-Senator Bernie Sanders fordert nun ein neues Gesetz, dass eine Sondersteuer für all die Unternehmen mit über 500 Angestellten verhängt, deren Mitarbeiter auf öffentliche Unterstützung angewiesen sind. Demnach sollte der Arbeitgeber den Wert, den ein Mitarbeiter für Essensmarken bezieht, als vollen Betrag in Form von einer Steuer bezahlen.

 

/ Geschrieben von Theresa Strohbach





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