Logo amazon Watchblog

Auf dem indischen Markt hat es Amazon nicht leicht. Der Konzern scheint sich deshalb die Unterstützung lokaler Händler mit Geld erkaufen zu wollen.

Blick durch einen indischen Torbogen
Banana Republic images / Shutterstock.com

Die Marktmacht von Amazon wird von Händlern in vielen Teilen der Welt gefürchtet; auch in Indien. Die dortigen Händler sehen den Konzern als Gefahr: Sie beklagen, dass er kleinere Unternehmer diskriminiere und indische Gesetze durch zu hohe Rabatte unterwandere. Auch die Wettbewerbsbehörde CCI beschäftigt sich bereits mit den Vorwürfen rund um Amazon. – Keine guten Voraussetzungen also, um auf dem indischen Markt das Wachstum weiter voranzutreiben.

Allerdings scheint Amazon-Chef Jeff Bezos eine Strategie zu fahren, um die Gemüter vor Ort zu besänftigen. Er will eine Milliarde US-Dollar investieren und dieses Geld nutzen, um insbesondere kleinen Händlern den Einstieg in den Online-Handel zu ermöglichen. 

Amazon in Indien: Alles steht auf Expansion

„Die Dynamik, die Energie, das Wachstum. Dieses Land hat etwas Besonderes“, habe sich Bezos laut Reuters kürzlich auf einer Amazon-Konferenz in Neu-Delhi geäußert. Um seine Bindung zu dem asiatischen Staat zu untermalen, habe der Amazon-CEO auf der Veranstaltung traditionelle indische Kleidung getragen.

Gezielt soll es bei dem Investment darum gehen, „in 100 indischen Städten und Ortschaften Zentren einzurichten, die beim Aufbau der Online-Geschäfte, beim Marketing und der Logistik helfen sollen“, schreibt Reuters weiter. Im Rahmen der Expansion sollen mit dieser Strategie zehn Millionen Firmen in Indien an den E-Commerce angeschlossen werden. Und noch eine konkrete Zahl scheint Amazon im Blick zu haben: Innerhalb der nächsten fünf Jahre – also bis 2025 – sollen Produkte mit einem Gesamtwert von zehn Milliarden US-Dollar ausgeführt werden.

Grundsätzlich hat Amazon in den vergangenen Jahren bereits reichlich Geld in den indischen Markt gesteckt und auch Übernahmen forciert: So hat der Konzern beispielsweise Anfang 2016 das indische Payment-StartUp Emvantage übernommen. Ende 2018 folgte die indische Supermarktkette „More“ mit einer Übernahme von 49 Prozent. Selbst mit Flugbuchungen und im Versicherungssektor ist der Konzern vor Ort aktiv.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Captcha aktualisieren

Anchor Top

 
 
banner