Ein Drittel der Amazon-Shopper hat Schuldgefühle nach dem Einkauf bei dem dominierenden Online-Marktplatz.

Frau mit Amazon-Paketen
Marina Bakush / Shutterstock.com

Amazon hat schon ein schweres Schicksal, darf man mit einem Augenzwinkern sagen: Die Nutzer selbst haben es so übermächtig – und dadurch eher unbeliebt – gemacht, dass es ihnen jetzt wieder peinlich ist. Das wäre zumindest das Teil-Fazit einer Studie von Sitecore. Denn deren Auswertung hat ergeben: Ein Drittel von Amazons US-Kunden hat ein schlechtes Gewissen nach dem Shopping beim Platzhirsch. Für die Studie, die sich vor allem um die Corona-Pandemie dreht, wurden vom 30. März bis 8. April diesen Jahres 2.142 US-Verbraucher gefragt.

40 Prozent wollen Amazon-Einkäufe einschränken

Dabei plagen vor allem die jüngeren Amazon-Nutzer anscheinend Gewissensbisse – diese sind gleichzeitig aber auch die eifrigsten Shopper. Immerhin 40 Prozent aller US-Kunden würde gerne weniger auf dem Amazon-Marktplatz shoppen. Insgesamt zeigt sich aber mal wieder die Vorherrschaft des Unternehmens: Rund zwei Drittel der Befragten sind schon Prime-Mitglieder, über die Hälfte startet ihren Online-Einkauf generell bei Amazon. Eine frühere Studie zeigte sogar, dass Nutzer für den Einkauf bei Amazon zusätzliche Gebühren zahlen würden.

Nach der Corona-Pandemie, von der Amazon wie kaum ein anderes Unternehmen profitiert hat, wollen aber rund drei Viertel der Kunden wieder lieber persönlich im stationären Handel einkaufen – sagen sie zumindest. Die wichtigsten Gründe gegen Amazon sind laut Studie: schlechte Warenqualität (21 Prozent), eine bessere Auswahl bei anderen Händlern (21 Prozent) und der Wunsch, andere Händler zu unterstützen (12 Prozent).

Abkehr von Amazon – Chancen für Online-Händler?

„Das Online-Einkaufsverhalten hat sich verschoben und einige Online-Seiten sind klare Gewinner, aber der Verbraucher ist jetzt wankelmütig genug, dass die Hochburg Amazon gebrochen werden kann“, glaubt Paige O'Neill, Chief Marketing Officer bei Sitecore. „Es gibt einen Wunsch der jüngeren Generationen, sich von dem Giganten wegzubewegen, zu Gunsten anderer Einzelhändler. Um jedoch zuzuschlagen, solange das Eisen heiß ist, müssen Marken und Einzelhändler starke E-Commerce-Erlebnisse bieten, um von der Amazon-Müdigkeit zu profitieren.“

/ Geschrieben von Markus Gärtner

Kommentare

#1 Toros Yeter 2021-05-06 10:03
Da hilft nur eins: Die Hände in Unschuld waschen



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