Amazon selbst bewertet den Prime Day als erfolgreich. Der Finanzdienstleister Citi hat allerdings seine eigene Analyse durchgeführt und kommt zu einem durchwachsenen Ergebnis.

Prime Day Amazon
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Amazons Marktplatz-Händler schafften 3,5 Milliarden US-Dollar Umsatz, Amazon-Shopper hätten bei den Schnäppchen rund 1,4 Milliarden US-Dollar eingespart – die von Amazon veröffentlichten Zahlen bescheinigen dem Prime Day 2020 – trotz Corona-Pandemie – einen Erfolg. Doch Experten des Finanzdienstleisters Citi haben verschiedene Kennzahlen und Faktoren analysiert und kommen zu einem etwas anderen Ergebnis, wie cnbc berichtet.

Schlechterer Prime Day: Weniger Seitenaufrufe bei Amazon

Die Analysten haben dafür unter anderem anhand der Daten des Marktforschungsunternehmens SimilarWeb die Seitenaufrufe von Amazon unter die Lupe genommen. Ergebnis: Der Web Traffic auf die Amazon-Webseite sei 2020 im Vergleich zum Vorjahr stagniert. 2019 sei er hingegen im Vergleich zu 2018 noch um rund acht Prozent gestiegen. 

Einen weiteren Beweis für den wohl eher durchwachsenen Erfolg des Prime Days sehen die Citi-Analysten in der Wortwahl von Amazons Pressemeldung. Denn in diesem Jahr betonte der E-Commerce-Gigant eher den Erfolg seiner Dritthändler als den seiner eigenen Produkte, etwa auch in der Überschrift: „Amazon Prime Day 2020 Marked the Two Biggest Days Ever for Small & Medium Businesses in Amazon’s Stores Worldwide“. In den Jahren zuvor hatte Amazon noch mehr auf sich selbst verwiesen und etwa vom „größten Verkaufsereignis in Amazons Geschichte“ gesprochen. Demnach sei der Prime Day 2020 nicht der „größte Tag aller Zeiten“ gewesen, schlussfolgern die Citi-Analysten.

Die Gründe für einen schwächeren Prime Day als in den Vorjahren liegen auf der Hand: Durch die Folgen der Coronakrise sind viele Verbraucher eher zurückhaltend beim Konsum, auch der verspätete Termin hat wohl viele Shopper – und vor allem Händler – abgeschreckt.

Amazon startet schon nächste Schnäppchen-Aktion

Trotzdem erwarten Experten insgesamt ein Rekordquartal für Amazon, denn alles in allem profitiert der Online-Marktplatz wie kaum ein zweites Unternehmen von der Krise. Und: Die nächste Schnäppchen-Aktion ist bereits gestartet. Mit dem „Holiday Dash“ auf amazon.com bietet der Online-Gigant erneut jede Menge ermäßigte Preise und Billig-Angebote, darunter Produkte von Levi's, Lego, SharkNinja, Marvel, Nintendo, Samsung und anderen. 

/ Geschrieben von Markus Gärtner


Kommentare

#2 Marcel 2020-10-20 13:51
Als ob die API Aufrufe einen großen Unterschied machen würden. Sind wir doch mal ehrlich: Es war weder Corona (warum auch?) noch ein Fehlen der Bestellungen über Alexa. Die Produktangebote waren einfach miserabel...
#1 Mr. Dee 2020-10-19 17:31
Ob diese Aussagen von SimilarWeb so Aussagekräftig sind, bezweifle ich sehr!

Immerhin gab es Aktionen wie Kunden per Alexa Bestellungen durchführen konnten.

Nimmt SimilarWeb auch die API Aufrufe in Ihrer Statistik mit rein? Immerhin ist es im Trend, dass immer mehr über Voice Recognition gekauft wird!



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